Verkehrsstreit in Solingen: CDU und Bürgerinitiative liefern sich Wortgefecht um Kreisverkehr
Henry SchmittVerkehrsstreit in Solingen: CDU und Bürgerinitiative liefern sich Wortgefecht um Kreisverkehr
Die Spannungen zwischen der Solinger CDU und der lokalen Verkehrsinitiative BfS haben sich in der Verkehrspolitik zugespitzt. Der Streit entzündete sich an den wiederholten Ablehnungen von BfS-Vorschlägen, darunter Pläne für einen Kreisverkehr auf der Bonner Straße. Beide Seiten werfen sich nun vor, keinen konstruktiven Dialog zu führen.
Die Auseinandersetzung eskalierte, nachdem die CDU die BfS-Ideen als "unseriös" zurückwies. Als Reaktion bezeichnete Martin Bender, Vorsitzender der BfS, die Haltung der Partei in zentralen Verkehrsfragen als "bedauerlich und konzeptlos". Rolf Osthoff, Verkehrspolitischer Sprecher der BfS/ABI, nannte die Situation "erschöpfend" und forderte die Verwaltung auf, zügig umsetzbare Lösungen vorzulegen.
Die BfS drängt seit Langem auf rasche Maßnahmen gegen die anhaltenden Verkehrsprobleme und betont, es dürfe bei der Lösungssuche keine "Denkverbote" geben. Osthoff verwies auf die dringende Notwendigkeit, einen kritischen Engpass zu beseitigen, wobei die Verkehrssicherheit Priorität habe. Trotz der Blockade will die BfS ihre Ideen weiter vorantreiben – darunter auch den umstrittenen Kreisverkehr auf der Bonner Straße.
Osthoff ließ die Tür für künftige Gespräche offen und erklärte, die CDU könne sich wieder an den Diskussionen beteiligen, sobald sie eine konstruktivere Haltung zeige. Aktuell sieht die Initiative jedoch kaum Fortschritte auf Seiten der Partei.
Der Stillstand in der Verkehrspolitik lässt Solingens Mobilitätsprobleme ungelöst. Während die BfS weiterhin für ihre Vorschläge wirbt, bleibt die CDU bei ihrer Ablehnung. Ohne Kompromissbereitschaft dürften sich die verkehrspolitischen Herausforderungen der Stadt weiter verschärfen.






