Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt 2025: Mehr schwere Verletzungen trotz Rückgangs
Marie FuchsVerkehrsunfälle im Kreis Steinfurt 2025: Mehr schwere Verletzungen trotz Rückgangs
Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt zeigen 2025 gemischte Trends
Im Jahr 2025 wiesen die Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt unterschiedliche Entwicklungen auf: Zwar ging die Gesamtzahl leicht zurück, doch schwere Verletzungen und bestimmte Risikobereiche verzeichneten deutliche Zunahmen. Besonders stark stiegen Unfälle mit E-Scootern und Motorrädern, während Wildunfälle auf konstant hohem Niveau blieben.
Insgesamt wurden 12.360 Verkehrsunfälle registriert – ein leichter Rückgang gegenüber den Vorjahren. Dennoch nahmen schwere Verletzungen im Vergleich zu 2024 um fünf Prozent zu. Rasen blieb eine der Hauptursachen für schwere Crashs, wobei detaillierte Daten zu Wiederholungstätern nicht vorlagen.
Wildunfälle machten etwa ein Viertel aller Vorfälle aus. Gleichzeitig stiegen leichte Verletzungen seit 2019 um 16 Prozent an, was auf ein generell erhöhtes Risiko im Straßenverkehr hindeutet.
Die Verletzungen durch E-Scooter-Unfälle schnellen um rund 70 Prozent in die Höhe – 25 Fälle mehr als noch 2019. Auch Motorradfahrer verunglückten häufiger: 2025 wurden 100 Verletzte gezählt, nach 85 im Vorjahr. Fünf Pedelec-Fahrer kamen ums Leben, vier von ihnen waren älter als 64 Jahre. Insgesamt gab es elf tödliche Unfälle, bei denen jeweils eine Person starb.
Die Zahlen von 2025 unterstreichen die anhaltenden Gefahren für besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer. E-Scooter, Motorräder und Pedelecs verzeichneten die stärksten Anstiege bei Verletzungen, während Wildunfälle und überhöhte Geschwindigkeit weiterhin eine zentrale Rolle spielten. Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, diese spezifischen Risiken in künftigen Sicherheitsmaßnahmen gezielt anzugehen.