Viersen steht vor dem finanziellen Kollaps: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026
Henry SchmittViersen steht vor dem finanziellen Kollaps: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026
Viersen steuert auf eine Finanzkrise zu: Bis 2026 droht ein Defizit von 39 Millionen Euro
Ohne grundlegende Änderungen könnte die Stadt bis 2031 sogar insolvent werden. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat nun Vorschläge vorgelegt, wie die wachsende Haushaltslücke geschlossen werden kann.
Der städtische Haushalt steht unter massivem Druck. Steigende Ausgaben im Bereich der Jugendhilfe und eine erhöhte Kreisumlage haben die Kosten stark in die Höhe getrieben. Gleichzeitig klettern die Personalausgaben weiter – trotz der freiwilligen Konsolidierungsbemühungen Viersens.
Die IHK warnt davor, die Lücke durch Steuererhöhungen zu schließen. Viersen verzeichnet bereits jetzt die zweit höchsten Grundsteuern für gewerbliche Immobilien in seinem IHK-Bezirk. Höhere Betriebssteuern, so die Kammer, würden die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt schwächen und Investitionen abschrecken.
Stattdessen plädiert die IHK für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Gemeinsame Dienstleistungen und eine schlankere Verwaltung könnten die Kosten senken, ohne das Wachstum zu behindern. Zudem fordert die Kammer, mehr Gewerbegebiete auszuweisen, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Die aktuellen Prognosen zeigen jährliche Defizite von 25 bis 35 Millionen Euro – mindestens bis 2029. Ohne Gegenmaßnahmen droht der Stadt in den nächsten sieben Jahren die Zahlungsunfähigkeit.
Viersens finanzielle Aussichten bleiben düster, sofern die Ausgaben nicht gedrosselt oder neue Lösungen gefunden werden. Die IHK setzt auf Kooperation und Wirtschaftswachstum statt auf Steuererhöhungen. Ohne Eingreifen bleibt die langfristige Stabilität der Stadt gefährdet.