17-Stunden-Feuerwehr-Großeinsatz nach Scheunenbrand in Neukirchen-Vluyn
Amelie Klein17-Stunden-Feuerwehr-Großeinsatz nach Scheunenbrand in Neukirchen-Vluyn
Großbrand in Scheune bricht in Neukirchen-Vluyn aus – 17-stündiger Großeinsatz
In den frühen Morgenstunden des Freitag brach in Neukirchen-Vluyn ein schwerer Scheunenbrand aus, der einen großangelegten Einsatz der Rettungskräfte erforderlich machte. Gegen 04:40 Uhr wurden die Feuerwehrleute zur Heckrathstraße gerufen, nachdem Meldungen über ein vollständig in Flammen stehendes Gebäude eingegangen waren. Erst nach 17 Stunden und einem abgestimmten Einsatz mehrerer Behörden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.
Bei Eintreffen der Kräfte stand eine 19 mal 10 Meter große Scheune komplett in Flammen, mit dichtem Rauch und meterhohen Feuererscheinungen. Die gesamte Feuerwehr Neukirchen-Vluyn rückte unter dem Stichwort „B4 – Landwirtschaft“ aus und startete einen großflächigen Löschangriff aus mehreren Richtungen. Dabei kamen fünf C-Hohlstrahlrohre und zwei Monitorstrahlrohre zum Einsatz.
Durch die extreme Hitze stürzten Teile des Daches sowie ein Giebel ein. Aus Sicherheitsgründen wurde der zweite Giebel von den Einsatzkräften gezielt abgerissen. Hühner in einem angrenzenden Stall wurden mit Wasser gekühlt, um sie vor der Hitze zu schützen.
Da sich der Einsatz ausweitete, trafen Verstärkungskräfte ein: Das Technische Hilfswerk (THW) aus Moers brachte einen Radlader vor Ort, um Stroh beiseite zu räumen und Glutnester zu bekämpfen. Gleichzeitig versorgte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Kamp-Lintfort die Einsatzkräfte mit Verpflegung.
Um 17:15 Uhr wurde das Feuer offiziell für gelöscht erklärt, doch später aufsteigender Rauch machte weitere Kontrollen notwendig. Erst nach rund 17 Stunden konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Die Brandursache wird derzeit von der Kriminalpolizei untersucht.
Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine, doch die Scheune erlitt schwere strukturelle Schäden. Die Behörden prüfen weiterhin, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Feuerwehr, THW und DRK arbeiteten Hand in Hand, um die komplexe und langwierige Operation zu bewältigen.
