23 March 2026, 20:21

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration mit weißen Decken, mit mehreren Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um männliche Gewalt in Deutschland zu bekämpfen. Zu ihren Vorschlägen gehören neue Gesetze gegen digitale Gewalt, eine klare Regelung zur sexuellen Einwilligung sowie die Anerkennung von Femizid als eigenständiges Straftatbestand. Die Gruppe drängt die Regierung, in diesen Punkten schnell zu handeln.

Der Plan des Bündnisses zielt auf mehrere zentrale Bereiche ab. Eine Forderung ist die Einführung von Femizid als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch. Zudem fordern sie strengere Regeln zur sexuellen Einwilligung und setzen sich für ein "Nur-Ja-heißt-Ja"-Modell ein, bei dem nur eine eindeutige Zustimmung als Erlaubnis gilt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitaler Gewalt. Die Initiative verlangt ein Gesetz, das nicht einvernehmliche, sexualisierte Deepfake-Inhalte unter Strafe stellt. Zudem soll der Einsatz KI-gestützter "Entkleidungs-Apps", die Menschen auf Fotos digital freistellen, verboten werden. Ergänzend schlagen sie ein Digitales Schutzgesetz vor, das sicherstellt, dass schädliche Inhalte zügig gelöscht und Täter identifiziert werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bundesregierung hat in einigen dieser Punkte bereits Bewegung gezeigt. Justizministerin Stefanie Hubig plant, im Frühjahr 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sich gegen Cyberkriminalität richtet. Die geplanten Maßnahmen sehen unter anderem bis zu zwei Jahre Haft für die Erstellung oder Verbreitung pornografischer Deepfakes vor. Der Entwurf wird sich auch mit unzulässiger Überwachung durch Tracking-Geräte wie AirTags befassen. Aktuelle Fälle, etwa der von Collien Fernandes, haben die Reformen beschleunigt – der Entwurf soll bald im Kabinett beraten werden.

Die Forderungen des Bündnisses umfassen rechtliche, digitale und gesellschaftliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Die Regierung reagiert mit geplanten Reformen des Cyberstrafrechts, darunter schärfere Strafen für Deepfake-Missbrauch und Überwachungsdelikte. Diese Schritte sollen Schutzlücken schließen und Täter konsequenter zur Verantwortung ziehen.

Quelle