25 March 2026, 10:06

NRW und Australien stärken Handel durch neues EU-Abkommen mit Rekordwachstum

Detailierte Karte von Australien und Neuseeland auf Papier mit dem britischen Empire im Hintergrund, einschließlich Ländernamen und Hauptstädten.

NRW und Australien stärken Handel durch neues EU-Abkommen mit Rekordwachstum

Nordrhein-Westfalen und Australien vertiefen Handelsbeziehungen durch neues EU-Australien-Abkommen

Nordrhein-Westfalen und Australien haben ihre Handelsverbindungen durch ein neues EU-Australien-Abkommen gestärkt. Das Ende 2023 unterzeichnete und im vergangenen Jahr ratifizierte Abkommen hat den Handel bereits um etwa 15 Prozent angekurbelt und das Handelsvolumen auf 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigen lassen. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen kritische Rohstoffe und hochwertige Industriegüter, wobei beide Seiten über die unmittelbaren wirtschaftlichen Vorteile hinaus langfristige strategische Chancen sehen.

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Das Abkommen senkt Zölle und beseitigt Handelshemmnisse, was der nordrhein-westfälischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Maschinenbauunternehmen verzeichnen einen Anstieg der Exporte von Industrieanlagen um 20 Prozent, während Chemie- und Pharmaunternehmen nun zollfreien Zugang zum australischen Markt genießen. Auch Zulieferer der Automobilbranche profitieren von reibungsloseren Handelsströmen.

Australien spielt als Lieferant essenzieller Rohstoffe – darunter Eisenerz, Lithium, Nickel und Kobalt – eine Schlüsselrolle für den Metallverarbeitungs- und Hochtechnologiesektor NRWs. Zudem zielt das Abkommen auf chemische Verfahren ab, die für die Aufbereitung von Seltenen Erden unverzichtbar sind und für die moderne Industrieproduktion von zentraler Bedeutung sind. Doch seine übergeordnete Bedeutung liegt in der Geostrategie: Australien, das unter wirtschaftlichem Druck Chinas steht, sucht aktiv nach neuen Handelspartnern.

Die endgültige Zustimmung steht jedoch noch aus und hängt von den Abstimmungen im australischen und im Europäischen Parlament ab. Zwar stößt das Abkommen auf weniger Widerstand als das umstrittene Mercosur-Abkommen, doch sein Inkrafttreten bleibt ungewiss. Bei einer Ratifizierung würde es die ohnehin schon 2,8 Milliarden Euro schweren Handelsbeziehungen weiter festigen – trotz der 23-stündigen Flugdistanz zwischen den beiden Regionen.

Das Handelsabkommen hat bereits messbares Wachstum gebracht, insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Chemie und Automobilzulieferung. Für Nordrhein-Westfalen sichert die Partnerschaft den Zugang zu kritischen Mineralien und stärkt industrielle Lieferketten. Sein langfristiger Erfolg hängt jedoch von der politischen Zustimmung und einer kontinuierlichen Zusammenarbeit der beiden Volkswirtschaften ab.

Quelle