51.000 Euro für eine verwirrende Ampel: Wie Rheda-Wiedenbrück Steuergelder verschwendet
Amelie Klein51.000 Euro für eine verwirrende Ampel: Wie Rheda-Wiedenbrück Steuergelder verschwendet
Ein neuer Bericht hat eine umstrittene Ampelanlage in Rheda-Wiedenbrück als Beispiel für die Verschwendung öffentlicher Mittel ins Rampenlicht gerückt. Der Bund der Steuerzahler nahm die Doppelsignalanlage an der Pixeler Straße in sein „Schwarzbuch“ auf und kritisierte sowohl das Design als auch die Kosten. Die über 20 Meter breite Konstruktion mit vier Masten wird von Anwohnern und Verantwortlichen gleichermaßen als verwirrend bezeichnet.
Ursprünglich hatte die Stadt eine Schranke sowie eine Fußgängerhilfe im Abstand von 20 Metern vorgeschlagen. Die Bezirksregierung lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Später versuchte die Kommune, die Fußgängerhilfe an die Höhe des Radwegs anzupassen – doch auch dieser Plan wurde von der Landesstraßenbehörde NRW blockiert.
Sieben verschiedene Behörden waren in die Bewertung der Sicherheit des Übergangs einbezogen, wobei jede eine unterschiedliche Risikobewertung abgab. Dies erschwerte den Entscheidungsprozess erheblich. Mittlerweile hat die Stadt gegenüber dem Bund der Steuerzahler eingeräumt, dass die Ampelregelung unklar ist.
Der Bund der Steuerzahler argumentiert, der Umweg sei übertrieben und das Steuergeld nicht sinnvoll eingesetzt worden. Zudem betont er, dass die Bezirksregierung diese spezifische Lösung gar nicht gefordert habe – obwohl die Stadt behauptet, sie sei notwendig gewesen, um Fördermittel für den Radweg zu sichern.
Die Gesamtkosten für die Stadt und die Steuerzahler belaufen sich auf etwa 47.000 bis 51.000 Euro. Die jährlichen Folgekosten werden auf 1.000 bis 1.500 Euro geschätzt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, die mit der Koordination mehrerer Behörden und dem Abwägen zwischen Sicherheit und kostengünstigen Lösungen verbunden sind.
