Aachener Zoll zwingt ausländische Speditionen zur sofortigen Mautzahlung
Henry SchmittAachener Zoll zwingt ausländische Speditionen zur sofortigen Mautzahlung
Zollbeamte in Aachen sind erneut gegen unbezahlte Mautgebühren ausländischer Transportunternehmen vorgegangen. Bei zwei getrennten Fällen im Mai und Juni 2025 mussten eine bulgarische und eine polnische Firma ihre Schulden direkt vor Ort begleichen. Die Region ist bereits für ihre strenge Durchsetzung grenzüberschreitender finanzieller Forderungen bekannt.
Anfang Mai 2025 wurde ein bulgarisches Transportunternehmen aus Sofia in der Nähe von Aachen angehalten. Die Beamten präsentierten einen Vollstreckungsbescheid für ausstehende Mautgebühren, die der Fahrer umgehend mit Kreditkarte beglich.
Am 4. Juni 2025 kontrollierten Zollbeamte auf dem Rasthof „Rurscholle Nord“ an der Autobahn A4 bei Düren ein polnisches Transportunternehmen. Die Überprüfung ergab 48 offene Vollstreckungsbescheide für unbezahlte Maut in Höhe von insgesamt 8.663,50 Euro. Das Zollteam setzte die sofortige vollständige Zahlung durch.
Das Bundesamt für Logistik und Mobilität in Köln bestätigte später, dass das polnische Unternehmen bereits in ihren Unterlagen verzeichnet war. Es hatte in der Vergangenheit wiederholt Firmenlogos von Lkw entfernt, vermutlich um einer Identifizierung zu entgehen. Das Aachen Zollamt ist zudem regelmäßig mit großen Drogenfunden an den belgischen und niederländischen Grenzen befasst – neben der finanziellen Vollstreckung.
Beide Fälle unterstreichen die harte Haltung der Region gegenüber Mautprellerei durch ausländische Speditionen. Die 8.663,50 Euro Schulden des polnischen Unternehmens wurden vollständig bei der Straßenkontrolle eingezogen. Die Behörden überwachen weiterhin Unternehmen mit auffälligen Praktiken, um die Einhaltung finanzieller Vorschriften sicherzustellen.
