11 May 2026, 02:11

Alma Hasun bezaubert Wien mit zwei Meisterleistungen an einem Tag

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" zeigt eine Textseite mit einem Logo.

Alma Hasun bezaubert Wien mit zwei Meisterleistungen an einem Tag

Schauspielerin Alma Hasun glänzte in Wien mit zwei herausragenden Auftritten an einem einzigen Tag. Kritiker lobten ihre Darbietungen sowohl in einem futuristischen Drama als auch in einem immersiven, ortsspezifischen Theaterstück. Die Tickets für Letzteres sind bereits restlos ausverkauft – die Vorstellungen sind bis Oktober ausgebucht.

Am Nachmittag stand Hasun im Wiener Kammerspiele-Theater für Sophia oder Das Ende der Humanisten auf der Bühne. In dem zweieinhalbstündigen Monolog spielte sie eine Tochter, die verzweifelt versucht, die zerbrechende Beziehung ihrer Eltern wiederzubeleben. Doch zwischen ihnen steht nun ein humanoider Roboter – eine scheinbar unüberwindbare Hürde.

Noch am selben Abend folgte ihr Auftritt in Ganymed Areal, einem dreistündigen Monolog im Rahmen des Stationentheaters in Wien-Penzing. Hier verkörperte sie eine Pianistin, die ihre Fähigkeit zu spielen verloren hat und sich in einem verlassenen Industrieareal mit Trauer und Verlust auseinandersetzt. Besonders gelobt werden die immersive Inszenierung und Hasuns schonungslos ehrliche Darstellung.

Jenseits der Bühne spricht Hasun offen über die Geschichten, die sie prägen. Anton Tschechows Der dumme Franzose aus Er und Sie zählt zu ihren persönlichen Lieblingsstücken. Auch die Erinnerungen von Margot Friedländer, Versuch, dein Leben zu machen, haben sie tief berührt – ein Zeichen für ihre Verbindung zu sowohl fiktionalen als auch biografischen Erzählungen.

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Beide Auftritte festigen Hasuns Ruf als Meisterin packender, langformatiger Erzählkunst. Während Ganymed Areal seine ausverkaufte Spielzeit fortsetzt, reiht sich Sophia oder Das Ende der Humanisten in ihre wachsende Liste kritisch gefeierter Rollen ein. Ihre Fähigkeit, zwischen intimem Drama und experimentellem Theater zu wechseln, hinterlässt bleibende Spuren in der Wiener Kulturszene.

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