Amprion fordert Zugang zu 3.000 Privatgrundstücken für neue Stromtrasse
Amelie KleinAmprion fordert Zugang zu 3.000 Privatgrundstücken für neue Stromtrasse
Amprion GmbH beantragt Zugang zu rund 3.000 Privatgrundstücken in sieben Kommunen
Der Schritt ist Teil der Vorarbeiten für die neue 380-kV-Freileitung zwischen Westerkappeln und Gersteinwerk. Ab Anfang 2026 müssen Grundstückseigentümer gesetzlich Zugang für Vermessungen und Begehungen gewähren.
Die bevorzugte Trassenführung der Stromleitung wurde 2025 nach einem gemeinsamen Verfahren mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) festgelegt. Nach dem Bundesbedarfsplangesetz muss Amprion nun Geländebegehungen, Biotopkartierungen und Artendokumentationen durchführen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.
Die Bezirksregierung Münster wird am 2. März 2026 eine Allgemeinverfügung erlassen, die Grundbesitzer zur Duldung der Zugänge verpflichtet. Die Anordnung wird bereits am 6. Februar 2025 im Amtsblatt veröffentlicht, sodass Betroffene mehr als ein Jahr Vorlauf haben. Eine Online-Informationsveranstaltung findet am 9. Februar 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr statt – die Anmeldung endet jedoch bereits drei Tage zuvor um 12:00 Uhr mittags.
Die Vorbereitungsphase dauert je nach Einreichung des formellen Planfeststellungsantrags durch Amprion im Jahr 2027 zwischen neun und 21 Monaten. Die genaue Trassenführung und die endgültige Genehmigung werden erst in diesem späteren Stadium feststehen.
Die Zugangsanordnungen treten am 2. März 2026 in Kraft; die Begehungen werden voraussichtlich bis zur Einreichung des Antrags 2027 andauern. Grundbesitzer sind zur Kooperation verpflichtet, doch die Bezirksregierung wird vor der Online-Veranstaltung weitere Details bekannt geben. Der Prozess markiert einen entscheidenden Schritt vor Baubeginn.






