Ananassaft wird knapp: Dürre und Wetterextreme treiben Preise in die Höhe
Henry SchmittAnanassaft wird knapp: Dürre und Wetterextreme treiben Preise in die Höhe
Ananassaft wird in Deutschland knapp – Preise steigen stark
Verbraucher, die nach günstigeren Alternativen zu Orangensaft suchen, haben die Nachfrage nach Ananassaft erhöht – und damit die Knappheit weiter verschärft. Gleichzeitig hat extremes Wetter die wichtigsten Anbauregionen hart getroffen. In Costa Rica führte das Wetterphänomen El Niño 2023 zu schwerer Dürre, während La Niña 2024 heftige Regenfälle brachte, was die Produktion stark einbrechen ließ. Auch Thailand, der weltweit größte Produzent von Ananassaftkonzentrat, verzeichnet zusammen mit den Philippinen und Indonesien wegen anhaltender Dürre deutlich geringere Ernten.
Die Lagerbestände an Ananassaft sind nahezu aufgebraucht, sodass die Hersteller mit kleineren Liefermengen auskommen müssen. Frische Ananas in den Geschäften fällt kleiner aus als sonst, und die Verarbeiter – meist kleine Konserven- und Saftproduzenten – kämpfen damit, die Nachfrage zu decken. Der Preis für Direktsaft aus Ananas ist auf etwa 1.300 US-Dollar pro Tonne gestiegen, ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb von nur sechs Monaten. Ananassaftkonzentrat kostet mittlerweile über 5.000 US-Dollar pro Tonne.
In Deutschland treibt die Knappheit die Preise weiter in die Höhe. Kleinere Ernten und aufgebrauchte Reserven führen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit – sowohl für die Safthersteller als auch für die Verbraucher. Da Orangensaft weiterhin teuer bleibt, hält die starke Nachfrage nach Alternativen wie Ananassaft an.






