Atemberaubende Wiederauflage: Eine vergessene Opera buffa begeistert mit Feuerwerk und Akrobatik
Amelie KleinAtemberaubende Wiederauflage: Eine vergessene Opera buffa begeistert mit Feuerwerk und Akrobatik
Eine seltene Opera buffa aus dem Jahr 1825 feierte diese Woche eine atemberaubende Wiederauflührung und stand im Mittelpunkt des Geschehens. Die in einem Provinzhotel Frankreichs, dem „Goldenen Lilie“, angesiedelte Inszenierung würdigte die Krönung von König Karl X. mit einer Mischung aus Witz und spektakulärer Bühnenshow. Das Publikum belohnte den Abend voller vokaler Feuerwerke und theatralischer Eleganz mit stehenden Ovationen.
Die Oper stellt enorme Ansprüche an die 14 Sänger, die durchgehend hochenergetische Darbietungen liefern müssen. Tara Erraught begeisterte als Madame Cortese mit ihrem Jodelgesang, während Cecilia Bartoli in der Rolle der Corinna eine atemberaubende Koloratur-Darbietung entfaltete. Auch Marina Viotti als Gräfin Melibea und Mélissa Petit als Gräfin di Folleville hinterließen bleibenden Eindruck.
Doch die Ensemblemitglieder überzeugten nicht nur gesanglich – sie meisterten auch akrobatische Kunststücke mit beeindruckender Präzision. So wurden etwa Pistolen abgefeuert und eine Harfe spektakulär in Brand gesetzt, was die dramatische Wirkung noch steigerte. Gianluca Capuano dirigierte das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco und sorgte dafür, dass die Musik mit der dynamischen Bühnenshow harmonierte.
Die Kombination aus vokaler Brillanz, körperlicher Agilität und mutiger Regie hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck. Mit stehenden Ovationen besiegelte die Wiederauflührung ihren Erfolg und bewies, dass diese Oper des 19. Jahrhunderts auch ein modernes Publikum begeistern kann. Die Aufführung dürfte als einer der Höhepunkte der Spielzeit in Erinnerung bleiben.






