Bahnverkehr in NRW wird stabiler – doch der volle Fahrplan kommt erst 2026
Marie FuchsBahnverkehr in NRW wird stabiler – doch der volle Fahrplan kommt erst 2026
Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen wird nach monatelangen Störungen zuverlässiger
Nach monatelangen Beeinträchtigungen wird der Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen allmählich stabiler. Durch verbesserte Personaldecke und angepasste Fahrpläne konnten die Betreiber kurzfristige Zugausfälle deutlich reduzieren. Die Maßnahmen folgen auf anhaltende Probleme mit Zugmangel im Jahr 2022.
Zwischen Januar und März dieses Jahres gingen die Ausfälle beim Rhein-Münsterland-Express (RE 7) um 71 Prozent zurück. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verzeichnete einen Rückgang um 72 Prozent bei spontan gestrichenen Verbindungen. Auf der Strecke der Ostwestfalen-Bahn (RB 72) sanken die Ausfälle im gleichen Zeitraum sogar um 82 Prozent.
Insgesamt fahren zwar etwa 4 Prozent weniger Züge als im ursprünglichen Fahrplan vorgesehen. Dafür erreichen die verbleibenden Verbindungen ihre Ziele pünktlicher. Auf einigen Strecken wurden die Taktungen angepasst, um die Zuverlässigkeit für die Fahrgäste zu erhöhen.
Die Fortschritte sind Teil einer umfassenden Strategie gegen den Personalmangel. Die Verkehrsbehörden streben an, bis Dezember 2025 ausreichend Lokomotivführerinnen und -führer einzustellen. Dadurch könnte ab 2026 auf den meisten Strecken wieder der volle Fahrplan angeboten werden. VRR-Chef Oliver Wittke hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten drei Jahre 100 Prozent des ursprünglichen Fahrplans wiederherzustellen.
Die ersten fünf Monate des Jahres 2023 zeigen bereits Erfolge: Kurzfristige Ausfälle auf den wichtigsten Rhein-Ruhr-Express-(RRX)-Linien sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen.
Die Maßnahmen führen zu weniger überraschenden Streichungen und planbareren Reisen. Falls die Einstellungsziele erreicht werden, könnten Fahrgäste ab 2026 wieder den vollen Fahrplan nutzen. Derzeit liegt der Fokus darauf, die aktuellen Verbesserungen zu festigen und gleichzeitig den Personalbestand aufzubauen.
