17 March 2026, 02:07

Bayer zwischen Roundup-Klagen und Hoffnung auf Pharmaboom im Jahr 2026

Altes Buch mit einer Zeichnung eines Thermometers, das mit "Bayer Thermometer Patent No. 263,649" beschriftet ist.

Bayer zwischen Roundup-Klagen und Hoffnung auf Pharmaboom im Jahr 2026

Bayer steht vor einem entscheidenden Jahr, da rechtliche und finanzielle Belastungen zunehmen. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, der vor allem auf Prozesskosten im Zusammenhang mit den Roundup-Klagen zurückzuführen ist. Gleichzeitig macht die Pharmasparte weiterhin Fortschritte: Aktuelle klinische Erfolge trieben den Aktienkurs um 4,71 % auf 40,25 Euro in die Höhe.

Am 1. April 2026 wird der Oberste Gerichtshof der USA mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup führen – ein Fall mit weitreichenden Folgen für Bayer. Eine Entscheidung, die bis Mitte Juni 2026 erwartet wird, könnte die finanzielle Belastung des Konzerns deutlich verringern, falls sie zugunsten des Unternehmens ausfällt. Investoren beobachten zudem eine geplante Exekutivverfügung, die die Versorgung mit Glyphosat sichern soll – ein zentraler Baustein von Bayers Agrargeschäft.

Trotz dieser Herausforderungen liefert die Pharmasparte positive Nachrichten: Kerendia, ein wichtiges Medikament, erreichte in einer Studie zu nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung seinen primären Endpunkt. Dies ebnet den Weg für eine erweiterte Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA und könnte den Marktzugang deutlich ausweiten. Bis 2036 plant Bayer die Markteinführung von zehn Blockbuster-Medikamenten, darunter Vericiguat (gegen Herzinsuffizienz), Acoramidis (gegen Transthyretin-Amyloidose) und Asundexian (ein Thrombozytenaggregationshemmer) – neben Kerendia.

Am 1. April 2026, dem Tag der Supreme-Court-Anhörung, findet auch die Hauptversammlung von Bayer statt. Die Aktionäre stimmen dort über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie ab. Die Nettoverschuldung des Konzerns beläuft sich auf knapp 30 Milliarden Euro, doch ein günstiges juristisches Urteil und Fortschritte in der Medikamentenentwicklung könnten die Bilanz in den kommenden Jahren entlasten.

Bayers weitere Schritte hängen von gerichtlichen Entscheidungen und behördlichen Zulassungen ab. Ein Sieg vor dem Supreme Court und erfolgreiche Medikamenteneinführungen würden helfen, die hohe Schuldenlast auszugleichen. Die Fähigkeit des Unternehmens, die Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig die Pharmapipeline voranzutreiben, wird seine Entwicklung in den nächsten zehn Jahren prägen.

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