Bergisch Gladbach droht Schuldenberg von 660 Millionen Euro bis 2026
Bergisch Gladbach steht vor massiven finanziellen Belastungen: Bis 2026 könnte die Schuldenlast der Stadt auf 660 Millionen Euro anwachsen. Bei einer aktuellen Debatte, veranstaltet vom örtlichen FDP-Kreisverband, wurde die systematische Überlastung durch Bund und Länder als Hauptursache benannt. Der städtische Haushalt ist in hohem Maße von Zuweisungen abhängig – im kommenden Jahr decken diese über 47 Prozent der laufenden Ausgaben.
Die FDP führt die Haushaltsnot der Kommune auf Entscheidungen zurück, die in Berlin und den Landeshauptstädten getroffen werden. Wie Stadtkämmerer Thore Eggert betonte, müssen die Gemeinden oft für die Folgen übergeordneter Politiken aufkommen, was ein demokratisches Defizit schafft. Diese Schieflage raubt den lokalen Behörden die Kontrolle über ihre Finanzen.
Als Lösung fordert die FDP eine konsequente Umsetzung des Konnexitätsprinzips: Wer eine Leistung anordnet, muss sie auch finanzieren. Zudem plädiert die Partei für mehr Effizienz im Personalmanagement, etwa durch schlankere Strukturen und optimierte Abläufe, um städtische Ressourcen zu entlasten.
Der Haushaltsentwurf für 2026 sieht neue Schulden in dreistelliger Millionenhöhe vor, die die ohnehin wachsende Verschuldung weiter verschärfen. Die FDP-Vorschläge zielen darauf ab, das Missverhältnis zwischen Aufgaben und Finanzausstattung zu beheben. Ohne Kurskorrektur wird die Schuldenlast Bergisch Gladbachs in den kommenden Jahren weiter drastisch steigen.
