Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde mit Millionenförderung des Bundes
Moritz KellerBergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde mit Millionenförderung des Bundes
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat beschlossen, Bundesfördermittel für das Projekt zu beantragen, die bis zu 80 Prozent der Kosten decken könnten.
Erst kürzlich stimmte der Rat dem Beitritt zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ zu. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, finanzielle Unterstützung für die Freilegung und ökologische Aufwertung der Strunde zu beantragen. Bei Erfolg könnte der Bund rund 5,4 Millionen Euro beisteuern – und damit den Großteil der Projektkosten übernehmen.
Lokale Politiker betonen die Bedeutung dieser Fördergelder. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Vorhaben einzusetzen. Jeder Euro an Unterstützung zähle für die Zukunft der Stadt, argumentierte er. Die verbleibenden Kosten sollen aus den städtischen Rücklagen bestritten werden.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, hob die mögliche Strahlkraft des Projekts hervor. Die Renaturierung der Strunde werde dem Zanders-Gelände ein völlig neues Gesicht geben, so Meinhardt. Andreas Ebert, sprecher für Stadtentwicklung der SPD, fügte hinzu, man hoffe nun auf die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags.
Als nächster Schritt muss Bergisch Gladbach offiziell sein Interesse an der Förderung beim Bund bekunden. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Bundestag, der voraussichtlich Ende 2026 über die geförderten Projekte entscheidet. Über die Zukunft des Vorhabens wird im vierten Quartal 2026 abgestimmt.
Bei einer Bewilligung würde die Umgestaltung der Strunde das Zanders-Areal nachhaltig prägen – finanziert durch eine Mischung aus Bundesmitteln und kommunalen Eigenanteilen. Die Stadt hat bereits zugesagt, ihren Anteil aus bestehenden Rücklagen zu tragen.






