Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für das Westgebiet
Moritz KellerBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für das Westgebiet
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat einen Vorschlag vorgelegt, ein Vorkaufsrecht für das Gewerbegebiet West zu etablieren. Mit diesem Schritt soll sichergestellt werden, dass wichtige Gewerbeflächen für künftige Unternehmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum erhalten bleiben. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung der Sicherung von Industrieflächen für die langfristige Zukunftsfähigkeit der Stadt.
Der Vorschlag umfasst ein 18,8 Hektar großes Gebiet innerhalb der Zone, darunter das 11 Hektar große Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover. Die Fläche liegt zentral in Bergisch Gladbach und ist etwa halb so groß wie das Zanders-Areal. Teile des Saint-Gobain-Geländes sind derzeit ungenutzt oder nur unzureichend erschlossen, was die Notwendigkeit städtebaulicher Maßnahmen unterstreicht.
In den vergangenen Jahren hat Saint-Gobain Isover erhebliche Personalabbaumaßnahmen durchlaufen und die Belegschaft von 220 auf nur noch 60 Mitarbeiter reduziert. Dennoch gab das Unternehmen an, keine unmittelbaren Pläne zum Verkauf von Teilflächen zu haben und weiterhin in den Standort zu investieren. Der städtische Vorschlag dient als Vorsorgemaßnahme, um sicherzustellen, dass bei Bedarf Gewerbeflächen für künftige Entwicklungen verfügbar bleiben.
Das Vorkaufsrecht würde Bergisch Gladbach ermöglichen, das Saint-Gobain-Isover-Gelände zu erwerben, falls es zum Verkauf steht. Diese Regelung soll die begrenzten Gewerbeflächen im Stadtzentrum erhalten und Arbeitsplatzchancen sichern. Die Stadt betrachtet den Plan als entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität der Region.






