07 May 2026, 20:12

Bergisch Gladbachs Verkehrspläne 2026: 34 Projekte, doch Personalmangel bremst Fortschritt

Gebäude mit wenigen Fahrradfahrern auf der Straße.

Bergisch Gladbachs Verkehrspläne 2026: 34 Projekte, doch Personalmangel bremst Fortschritt

Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach billigt Maßnahmenprogramm 2026–2028 – doch der Fokus liegt zunächst auf 2026

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Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach hat ein neues Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 verabschiedet, doch zunächst steht das Jahr 2026 im Mittelpunkt. Das Programm umfasst 34 Projekte – von der Altenberger-Dom-Straße bis zum Wickenpädchen – doch Personalmangel und rechtliche Hürden erschweren die Umsetzung zentraler Vorhaben. Bei der jüngsten Sitzung wurden mehrere Beschlüsse gefasst, darunter Anpassungen an Radwegen und Verzögerungen bei Straßenarbeiten.

Das Gremium gab grünes Licht für das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei für das erste Jahr 34 Projekte priorisiert werden. Unter anderem muss die Paffrather Straße umgeplant werden, um auf beiden Seiten geschützte Radspuren einzurichten. Allerdings sind aufgrund begrenzter Personalkapazitäten Verzögerungen zu erwarten.

An der Leverkuser Straße beginnen die Sanierungsarbeiten erst 2027. RheinNetz wird in der ersten Jahreshälfte eine Wassertransportleitung erneuern, die eigentlichen Straßenarbeiten folgen dann Mitte 2027. Die CDU setzte sich unterdessen für Verbesserungen an der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath ein und schlug eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung vor, um Lkw-Zufahrten zu erleichtern. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda zeigte sich offen für den Vorschlag, warnte jedoch, dass Personalengpässe die Umsetzung verzögern würden.

Diskutiert wurde auch über die Radverkehrsinfrastruktur. SPD und Grüne setzten sich mit einer Änderung des Verwaltungsentwurfs für den Lerbacher Weg durch – nach langer Debatte erhielt der Plan schließlich Zustimmung. Für die Buchholzstraße entschied sich der Ausschuss für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung beibehält, jedoch kleinere radverkehrsfreundliche Anpassungen vorsieht, wie von denselben Parteien vorgeschlagen. Bei einem anderen Projekt musste Migenda jedoch eine Niederlage einräumen: Das geplante Radwegvorhaben am Refrather Hasenweg scheiterte nach einem ablehnenden Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts.

Ein weiteres zentrales Thema war der Öffentliche Nahverkehr. Einstimmig unterstützte der Ausschuss einen Antrag, der den Kreis und die Stadt Köln auffordert, für ausreichende Ersatzverkehre bei der Buslinie S11 zu sorgen. Personalprobleme prägten zudem die Diskussionen – derzeit ist nur eine einzige Mitarbeiterin für die statische Verkehrssteuerung zuständig. Dieser Mangel führt zu Verzögerungen bei Straßeninstandhaltungen und der Umsetzung von Projekten.

Das Maßnahmenprogramm 2026 tritt nun in Kraft, doch Personalengpässe und rechtliche Rückschläge werden seinen Fortschritt maßgeblich beeinflussen. Die Straßenarbeiten an der Leverkuser Straße sind für 2027 vorgesehen, während die Radwegeaufwertungen an Lerbacher Weg und Buchholzstraße nach politischen Debatten angepasst wurden. Die Forderung des Ausschusses nach besseren Ersatzverkehren für die S11 unterstreicht zudem die anhaltenden Verkehrsherausforderungen in der Region.

Quelle