Bochum plant flexiblere Taxipreise – soll das Uber-Konkurrenz stärken?
Marie FuchsBochum plant flexiblere Taxipreise – soll das Uber-Konkurrenz stärken?
Bochum sucht nach neuen Wegen, um den Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und Fahrvermittlungsdiensten wie Uber zu regulieren. Die Stadt hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um ein mögliches Preismodell zu entwickeln – die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Dieser Schritt folgt Forderungen der Freien Demokratischen Partei (FDP) nach mehr Flexibilität bei den Taxipreisen, um Betreiber wettbewerbsfähiger zu machen.
Die FDP-Fraktion im Bochumer Stadtrat argumentiert, dass Fahrvermittlungsdienste nicht pauschal kritisiert werden sollten. Stattdessen schlagen sie vor, Taxiunternehmen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung zu geben. Léon Beck, Vorsitzender des örtlichen FDP-Verbands, regte an, dass Taxis niedrigere Tarife oder vor Fahrtantritt vereinbarte Festpreise einführen könnten.
Die Bochumer Verwaltung zeigt sich offen für eine Überarbeitung der aktuellen Taxivorschriften. Beamte signalisierten, dass sie flexiblere Preise in Betracht ziehen würden, falls Taxiunternehmer dies als wirksames Mittel gegen die appbasierte Konkurrenz ansehen. Die FDP könnte das Thema in den kommenden Monaten mit einem offiziellen Antrag weiter vorantreiben.
In Essen hingegen gab es im vergangenen Jahr keine politische Debatte über die Regulierung von Fahrpreisen bei Vermittlungsdiensten. Konkrete Maßnahmen wurden dort nicht ergriffen, sodass Bochum zu den wenigen Städten gehört, die das Thema aktiv angehen.
Das Gutachten wird die nächsten Schritte Bochums bei der Abwägung zwischen Taxi- und Fahrvermittlungsdiensten prägen. Falls eingeführt, könnte die flexible Preisgestaltung den Taxibetrieb in der Stadt verändern. Die Ergebnisse könnten auch Diskussionen in anderen deutschen Städten beeinflussen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.






