Bochumer Bauunternehmer wegen Millionenbetrugs an Steuer und Sozialkassen verurteilt
Henry SchmittBochumer Bauunternehmer wegen Millionenbetrugs an Steuer und Sozialkassen verurteilt
Ein Bauunternehmer und ein Komplize aus Bochum sind wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Falls stand ein Betrugssystem, durch das Behörden 2,5 Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben vorenthalten wurden. Das Urteil sprach das Landgericht Bochum am 20. März 2024 aus.
Die Ermittlungen begannen 2019, als die Finanzermittlungsstelle für Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Dortmund und die Steuerfahndung Bochum ein Verfahren einleiteten. Der Unternehmer zahlte Arbeiter unter der Hand und nutzte gefälschte Rechnungen, um die illegalen Zahlungen zu verschleiern.
Das Gericht verurteilte beide Angeklagten. Der Bauunternehmer erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, der Komplize wurde zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Beide legten Berufung ein, doch der Bundesgerichtshof wies ihre Revisionen als unbegründet zurück.
Durch die Machenschaften entstanden dem Fiskus und den Sozialversicherungsträgern Verluste in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Nach der Abweisung der Revisionen sind die Urteile nun rechtskräftig. Der Fall zeigt die Konsequenzen auf, die bei der Hinterziehung von Lohnsteuern und Sozialabgaben drohen.
