CDU fordert Neuausrichtung der Solinger Gesundheitspolitik nach Krankenhausschließung
Amelie KleinCDU fordert Neuausrichtung der Solinger Gesundheitspolitik nach Krankenhausschließung
Daniel Flemm, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt, hat die Entscheidung der K-Plus-Gruppe zur Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses in Solingen scharf kritisiert. Er bezeichnete den Schritt als bedauerlich, betonte jedoch zugleich die Notwendigkeit, Versorgungslücken im lokalen Gesundheitswesen zu vermeiden. Flemm forderte zudem eine grundsätzliche Überprüfung der städtischen Gesundheitspolitik – insbesondere in den Bereichen ambulante Versorgung und Notfallvorsorge.
Ein zentrales Anliegen Flemms ist der Erhalt der Notfallversorgung für Schlaganfall- und neurologische Patienten. Er rief die K-Plus-Gruppe dazu auf, das medizinische Personal in andere Einrichtungen des Verbunds zu verlegen, um Arbeitsplatzsicherheit für die Betroffenen zu gewährleisten. Klare Perspektiven für die Beschäftigten seien dabei eine zentrale Forderung, verbunden mit Bemühungen, neue Stellen zu schaffen oder bestehende zu sichern.
Der CDU-Politiker äußerte sich auch zur Zukunft des St.-Lukas-Geländes, einschließlich der Pläne für das Verwaltungsgebäude und der langfristigen Nutzung der Krankenhausinfrastruktur. Die Gesundheitspolitik bleibe ein zentrales Thema für die Partei, so Flemm, der auf die Bedeutung leistungsfähiger lokaler Versorgungsstrukturen pochte. Solingen stehe nun vor der Aufgabe, seine Herangehensweise an die Gesundheitsinfrastruktur – vor allem im ambulanten Bereich – neu zu denken.
Die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses hat Forderungen nach einem strukturierten Übergangsprozess laut werden lassen. Flemms Vorschläge umfassen die Umverteilung von Personal, den Erhalt der Notfallversorgung sowie eine Nachnutzung des Standorts. Die Position der CDU spiegelt dabei die übergeordneten Sorgen um den Erhalt der medizinischen Versorgung in der Region wider.
