Chaos in Paderborn: Illegales Autotreffen blockiert Straßen und behindert Rettungskräfte
Marie FuchsChaos in Paderborn: Illegales Autotreffen blockiert Straßen und behindert Rettungskräfte
Spontanes Autotreffen am Samstagabend sorgt für Chaos in Paderborn
Die Polizei griff am Wochenende ein, nachdem Hunderte Fahrzeuge Straßen blockierten, den Verkehr lahmlegten und Anwohner mit Lärmbelästigung belästigten. Durch die unangekündigte Veranstaltung kam es zudem zu Verzögerungen bei Rettungskräften, die zu einem Notfallpatienten gelangen wollten.
Die Probleme begannen, als sich etwa 200 Autos im Gütersloher Stadtteil versammelten. Die Gruppe zog später weiter zur Detmolder Straße in Paderborn, wo sich die Menge auf rund 250 Pkw und 80 Motorräder vergrößerte. Viele Fahrzeuge hatten mehrere Insassen, was die Verkehrsbehinderungen noch verschärfte.
Lärm durch aufheulende Motoren und laute Musik führte zu zahlreichen Beschwerden. Ein Rettungswagen, der zu einem Notruf unterwegs war, hatte Mühe, sich durch die falsch abgestellten Autos zu kämpfen. Die Beamten stellten drei schriftliche Verwarnungen aus, weil der Zugang für Einsatzkräfte behindert worden war.
Die Polizei ging gegen die Teilnehmer vor, verhängte Bußgelder wegen Ordnungswidrigkeiten und wies die Beteiligten an, das Gebiet zu verlassen. Gegen 1 Uhr nachts löste sich die Menschenmenge allmählich auf – die meisten auswärtigen Fahrzeuge hatten die Stadt zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen, sodass sich die Lage auf den Straßen entspannte.
Das spontane Treffen hatte den Verkehr behindert, Rettungseinsätze verzögert und für einige Teilnehmer Strafen zur Folge. In den frühen Morgenstunden des Sonntags kehrte weitgehend Ruhe ein, und der Normalbetrieb war wiederhergestellt. Die Behörden haben bisher keine weiteren Maßnahmen angekündigt.
