Chlor-Gas-Austritt in Paderborn: Großeinsatz nach Evakuierung eines Logistikbetriebs
Marie FuchsChlor-Gas-Austritt in Paderborn: Großeinsatz nach Evakuierung eines Logistikbetriebs
Chlor-Gas-Austritt in Paderborner Logistikunternehmen – Großalarm am Dienstagmorgen
Feuerwehrkräfte in Paderborn rückten am Dienstagmorgen zu einem Chlor-Gas-Austritt in einem Logistikbetrieb aus. Mitarbeiter hatten über gereizte Augen und Halsschmerzen geklagt, woraufhin gegen 07:33 Uhr der Notruf abgesetzt wurde. Der Vorfall führte zu einer vollständigen Evakuierung und einem Großeinsatz mit mehreren Kräften.
Der Alarm wurde ausgelöst, nachdem Beschäftigte am Standort Paderborn-Elsen Atemnot und brennende Augen bemerkt hatten. Das Gebäude wurde umgehend geräumt, während der Rettungsdienst betroffene Mitarbeiter versorgte. Eine Frau musste zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Feuerwehrleute der Hauptwache Süd, der Wache Elsen sowie der Feuerwehrschule trafen am Einsatzort ein. Sie überprüften verschiedene Pakete, insbesondere solche mit Gefahrgutkennzeichnung. Schnell stellte sich heraus, dass eine Lieferung von Chlortabletten für Schwimmbäder die Ursache für den Austritt war.
Das Chlor-Gas war durch eine chemische Reaktion in beschädigten Verpackungen entwichen. Die Einsatzkräfte brachten die Lieferung aus dem Gebäude und setzten Hochleistungslüfter ein, um eventuelle Gasreste zu beseitigen. Der Einsatz dauerte etwa drei Stunden und umfasste 35 Einsatzkräfte, mehrere Fahrzeuge sowie einen ABC-Fachberater. Auch die Polizei unterstützte vor Ort.
Die Logistikhalle wurde vollständig belüftet, um sicherzustellen, dass kein Chlor-Gas mehr vorhanden war. Untersuchungen bestätigten, dass der Austritt von den beschädigten Chlortabletten-Verpackungen ausging. Die Behörden gaben Entwarnung: Für Mitarbeiter oder die umliegende Bevölkerung bestehe keine weitere Gefahr.






