DeepL kürzt 250 Jobs – KI und Echtzeitübersetzung im Fokus der Neuausrichtung
Amelie KleinDeepL kürzt 250 Jobs – KI und Echtzeitübersetzung im Fokus der Neuausrichtung
DeepL streicht rund 250 Stellen und reduziert seine Belegschaft um ein Viertel. Der Schritt erfolgt im Zuge einer Neuausrichtung des Unternehmens hin zu KI-gestützten Abläufen und Echtzeit-Sprachübersetzungen. Berichten zufolge erhielten die betroffenen Mitarbeiter keine Vorwarnung vor den Entlassungen.
Gründer und CEO Jarosław Kutylowski kündigte die Stellenstreichungen auf LinkedIn an. Er begründete die Entscheidung mit einer umfassenden strategischen Neuausrichtung, die künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt stellt. Das Unternehmen plant, KI in sämtliche Geschäftsprozesse zu integrieren, um Routineaufgaben zu automatisieren und die Abläufe effizienter zu gestalten.
Im Fokus steht nun die Echtzeit-Sprachübersetzung, also die direkte Übersetzung gesprochener Sprache. Dieser Schwerpunkt wird durch die neu eröffnete Niederlassung in San Francisco unterstützt. Die Expansion folgt auf die Markteinführung eines autonomen KI-Agenten im vergangenen Jahr, mit dem DeepL ein neues Marktsegment erschlossen hat.
Die Umstrukturierung erfolgt nach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, verzeichnete DeepL 2023 ein negatives operatives Ergebnis (EBIT). Dennoch wurde das Unternehmen bei der letzten großen Finanzierungsrunde Anfang 2024 mit rund zwei Milliarden Dollar bewertet.
Die Entlassungen spiegeln DeepLs Fokus auf KI und Sprachtechnologie wider. Mit einem schlankeren, spezialisierteren Team will das Unternehmen die Innovation im Bereich der Echtzeitübersetzung vorantreiben. Die neue Niederlassung in San Francisco soll dabei eine zentrale Rolle spielen.
