Deutschland diskutiert Australiens Social-Media-Regeln als Vorbild für strengeren Jugendschutz
Moritz KellerDeutschland diskutiert Australiens Social-Media-Regeln als Vorbild für strengeren Jugendschutz
Deutschland prüft Australiens Regeln für soziale Medien als mögliches Vorbild für strengere Schutzmaßnahmen. Die CDU untersucht Vorschläge, die Plattformen für unter 16-Jährige sperren könnten. Die bisherigen Jugendschutzbestimmungen werden im Netz oft umgangen, was Sorgen über schädliche Inhalte verstärkt.
Australien plant, den Zugang zu sozialen Medien für Nutzer unter 16 Jahren zu blockieren. Thüringens Bildungsminister Christian Tischner fordert nun, dass Deutschland eine ähnliche Regelung einführen soll. Die Kultusministerkonferenz hat den Vorschlag bereits zur Kenntnis genommen.
Aktuell sind Betreiber sozialer Medien in Deutschland nicht verpflichtet, eine inländische Person zu benennen, die rechtlich für Inhalte verantwortlich ist. Diese Lücke ermöglicht die Verbreitung von Falschinformationen ohne klare Verantwortung. Andrej Priboschek, Betreiber von News4teachers, haftet für falsche Angaben auf der Plattform – auch in Leserforen.
Armin Schwarz aus Hessen hat zudem ein bundesweites Handyverbot an Schulen vorgeschlagen, angelehnt an die australische Praxis. Die CDU ist überzeugt, dass Plattformen durch die Benennung verantwortlicher Personen stärker in die Pflicht genommen und schädliche Inhalte so reduziert werden könnten.
Strengere Regeln könnten soziale Medien für junge Nutzer sicherer machen. Die klare Zuweisung von Verantwortung für Inhalte könnte Falschinformationen eindämmen. Die Vorschläge werden derzeit von deutschen Politikern beraten.
