Deutz AG setzt auf neuen CFO: Kann Oliver Neu die Krise überwinden?
Moritz KellerDeutz AG setzt auf neuen CFO: Kann Oliver Neu die Krise überwinden?
Deutz AG in der Krise: Neuer Finanzchef soll Wende einleiten
Der Kölner Motorenhersteller Deutz AG kämpft mit einem drastischen Nachfrageeinbruch und wachsendem finanziellen Druck. Um das Unternehmen durch diese schwierige Phase zu steuern, hat Oliver Neu am 1. Oktober die Position des Finanzvorstands (CFO) übernommen. Seine Aufgabe ist klar: den Betrieb stabilisieren und das Unternehmen trotz großer Unsicherheit wieder in die Gewinnzone führen.
Die Probleme des Konzerns wurden deutlich, als er seine Umsatzprognose für 2024 auf rund 1,8 Milliarden Euro nach unten korrigierte – deutlich unter der bisherigen Zielspanne von 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro. Angesichts des Zusammenbruchs der Nachfrage hat Deutz ein umfassendes Sparprogramm gestartet, um die jährlichen Ausgaben bis Ende 2026 um 50 Millionen Euro zu senken.
Stellenabbau, Produktionskürzungen und die Straffung der Verwaltung sind bereits in Gang. Die erste Welle der Maßnahmen, die Einsparungen von 20 Millionen Euro bringen soll, tritt noch im vierten Quartal dieses Jahres in Kraft. Investoren und Analysten werden die Quartalszahlen, die am 7. November veröffentlicht werden, genau unter die Lupe nehmen – auf der Suche nach ersten Anzeichen für Fortschritte unter Neuens Führung.
Trotz des akuten Überlebenskampfs hält Deutz offiziell an seinen langfristigen Zielen fest: Bis 2030 sollen 4 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent erreicht werden. Angesichts der aktuellen Marktturbulenzen wirkt dieses Ziel jedoch zunehmend unrealistisch.
Der Erfolg von Neuens Strategie wird davon abhängen, ob das Sparprogramm den Nachfrageeinbruch ausgleichen kann. Die anstehenden Quartalszahlen werden der erste echte Test sein, ob die Wende gelingt. Vorerst bleibt die Priorität des Unternehmens klar: Kosten senken und die finanzielle Stabilität sichern.






