Drei Meinungen pro Tag – wäre das die Rettung vor dem Lärm der Moderne?
Henry SchmittDrei Meinungen pro Tag – wäre das die Rettung vor dem Lärm der Moderne?
Die Welt überquillt vor Meinungen, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ein aktueller Vorschlag sieht vor, jede Person auf nur drei Meinungen pro Tag zu beschränken, um den Lärmpegel zu senken.
In der vergangenen Woche hörte der Autor vehemente Standpunkte zum Nahostkonflikt, zu Windrädern und sogar zu Ananas auf Pizza. Talkshows, Podcasts und Online-Foren produzieren unablässig neue Perspektiven für den öffentlichen Konsum.
Der Autor scherzt, dass zusätzliche Meinungen über das tägliche Limit hinaus der Genehmigung eines Rebhuhns bedürften. Er stellt sich auch vor, wie die Natur eigene Urteile fällen würde – etwa ein Kaktus, der menschliche Mode bewertet, oder das Mittelmeer, das Badende nach ihrem Verhalten sortiert.
Manche glauben, dass Menschen die Natur aufsuchen, weil sie nicht über sie urteilt. Doch Schweigen gilt heute als ungewöhnlich. Der Autor gibt zu, skeptisch zu sein, ob achtsames Atmen als Lösung taugt. Die Idee, Meinungen zu rationieren, zielt darauf ab, den ständigen Strom ungebetener Gedanken einzudämmen. Ob eine solche Regel in der Praxis funktionieren würde, bleibt ungewiss. Die Welt jedoch wird weiterhin unaufhörlich Meinungen produzieren – ganz gleich, was kommt.
