E.ON erhöht Dividende trotz Gewinneinbußen und stockt Investitionen auf 48 Milliarden auf
Amelie KleinE.ON erhöht Dividende trotz Gewinneinbußen und stockt Investitionen auf 48 Milliarden auf
E.ON hat Pläne bekannt gegeben, die Dividendenausschüttung zu erhöhen – trotz einer erwarteten leichten Gewinneinbuße in diesem Jahr. Der Energiekonzern kündigte zudem an, sein Investitionsbudget um 10 Prozent auf 48 Milliarden Euro bis 2030 aufzustocken. Über die vorgeschlagene Dividende werden die Aktionäre auf der Hauptversammlung im April 2026 abstimmen.
Die Unternehmensführung rechnet für 2026 mit einem moderaten Rückgang des bereinigten EBITDA auf Konzernebene, das voraussichtlich zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro liegen wird. Dieser Rückgang ist vor allem auf Änderungen bei der bilanzielle Erfassung vorübergehender regulatorischer Effekte zurückzuführen.
Der Aktienkurs von E.ON erreichte Mitte März mit 20,30 Euro ein 52-Wochen-Hoch, bevor er sich bei etwa 18,85 Euro einpendelte. Anleger werden den nächsten Quartalsbericht, der am 13. Mai 2026 erwartet wird, genau verfolgen, um weitere Einblicke in die Unternehmensstrategie zu erhalten.
Das aufgestockte Investitionsbudget von 48 Milliarden Euro soll in den kommenden vier Jahren vor allem in den Netzausbau fließen. Bis zum Ende des Jahrzehnts strebt E.ON ein bereinigtes EBITDA von 13 Milliarden Euro aus diesen Modernisierungsmaßnahmen an. Das Tempo der Investitionen hängt jedoch von den Genehmigungen der Bundesnetzagentur ab.
Während die Stromnetzentgelte für deutsche Haushalte von 2021 bis 2023 stark stiegen, sind sie seitdem aufgrund staatlicher Subventionen gesunken. Die Gasnetzentgelte hingegen sollen 2026 um bis zu 12 Prozent steigen. Als einer der größten Netzbetreiber profitiert E.ON von der allgemeinen Senkung der Stromgebühren.
Auf der Hauptversammlung am 23. April 2026 stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,57 Euro pro Aktie ab. Die langfristigen Finanzziele des Unternehmens hängen sowohl von der regulatorischen Unterstützung als auch vom Erfolg der Netzausbaupläne ab. Weitere Details werden im anstehenden Quartalsbericht erwartet.






