23 May 2026, 08:11

Empörung über geplante Schließung der St.-Lukas-Klinik in Solingen-Ohligs bis 2026

BfS: "Kplus schließt St. Lukas Klinik - Schlag ins Gesicht für Solinger Bürger"

Empörung über geplante Schließung der St.-Lukas-Klinik in Solingen-Ohligs bis 2026

St.-Lukas-Klinik in Ohligs soll bis 2026 schließen – Empörung nach Ankündigung der Kplus Gruppe

Die St.-Lukas-Klinik in Ohligs wird bis 2026 geschlossen, wie die Kplus Gruppe bekannt gab. Die Entscheidung hat bei lokalen Politikern und Anwohnern Entsetzen ausgelöst. Kritiker werfen dem Vorhaben vor, die Lehren aus der COVID-19-Pandemie zu ignorieren, die die Bedeutung eines leistungsfähigen Kliniknetzes deutlich gemacht habe.

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Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) zeigte sich schockiert über die Nachricht. Martin Bender, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von BfS/ABI, bezeichnete die Schließung als „Vertrauensbruch gegenüber der Bevölkerung“. Er warf der Kirche, die hinter der Kplus Gruppe steht, vor, Gesundheitsversorgung wie ein Finanzprodukt und nicht als lebenswichtige Dienstleistung zu behandeln.

Jan Michael Lange, Fraktionsvorsitzender von BfS/ABI, nannte den Beschluss eine „Ohrfeige für die Solinger Bürger“. Besonders betroffen sei der Westen der Stadt, wo die wegfallende Nahversorgung spürbar werde. Lange kündigte an, das städtische Krankenhaus zu einem zentralen Gesundheitsstandort auszubauen, um die Grundversorgung für alle Einwohner zu sichern.

Bender unterstrich diese Position und betonte, dass Gesundheit keine Ware für Profitinteressen sein dürfe. „Gesundheitsversorgung ist kein Spekulationsobjekt, sondern eine grundlegende öffentliche Aufgabe“, erklärte er. Lange wies zudem auf die Risiken hin, die mit dem Wegfall einer Notfallklinik in der Nähe der A3 einhergehen, wo regelmäßig schwere Unfälle passieren.

Die Schließung der St.-Lukas-Klinik hinterlässt eine Lücke in der medizinischen Versorgung Solingens. Lokale Vertreter wollen nun das kommunale Krankenhaus stärken, um die Versorgungslücke zu schließen. Die Entscheidung hat die Debatte über Privatisierungen und die Notwendigkeit einer verlässlichen öffentlichen Gesundheitsversorgung neu entfacht.

Quelle