02 May 2026, 02:06

Ex-Diplomaten rufen US-Wähler zur Abkehr von Trumps Politik auf

Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen nach Jahren der Aufnahme farbcodiert sind.

Ex-Diplomaten rufen US-Wähler zur Abkehr von Trumps Politik auf

Zwei ehemalige Diplomaten haben US-Wähler aufgerufen, bei den anstehenden Wahlen demokratische Kandidaten zu unterstützen. Christoph Heusgen und Philip Murphy argumentieren, dass ein Machtwechsel die spaltende Außenpolitik von Donald Trump rückgängig machen könnte. Ihr Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Haltung der USA gegenüber Europa und internationalen Institutionen.

Heusgen und Murphy warnen, Trumps Herangehensweise behandle Europa eher als Gegner denn als Verbündeten. Sie verweisen auf seine wiederholten Zweifel an der Bindung der USA an die NATO sowie auf seinen Drang zu einseitigen Entscheidungen. Beide Diplomaten betonen, dass die transatlantischen Beziehungen leiden, wenn die USA das internationale Recht ignorieren.

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Das Duo kritisiert zudem Trumps innenpolitisches Vorgehen und wirft ihm vor, demokratische Kontrollmechanismen auszuhebeln. Als Anzeichen für eine Schwächung der Institutionen nennen sie den Druck auf die Justiz und Versuche, den Kongress zu umgehen. Sollten die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2024 die Mehrheit zurückgewinnen, rechnen sie mit einer möglichen Machtverschiebung im Repräsentantenhaus und sogar im Senat.

Mit Blick auf die Zukunft schlagen Heusgen und Murphy vor, dass ein demokratischer Präsident im Jahr 2028 die Zusammenarbeit mit Europa wiederaufbauen könnte. Sie plädieren für konstruktivere Handelsabkommen und eine Rückkehr zur multilateralen Diplomatie. Über die US-Politik hinaus setzen sie sich für eine Reform des UN-Sicherheitsrats ein und schlagen halbpermanente Sitze als Modernisierungsschritt vor.

Die Strategie der Diplomaten basiert auf Wahlsiegen der Demokraten, um Trumps Politik entgegenzuwirken. Sie sind überzeugt, dass ein Führungswechsel Stabilität in den US-EU-Beziehungen wiederherstellen und globale Institutionen stärken würde. Ihre Vorschläge zielen zudem auf strukturelle Reformen ab, um ein ausgewogeneres und kooperativeres internationales System zu schaffen.

Quelle