06 May 2026, 16:07

FDP-Politiker Höne greift Kanzler Merz nach einem Jahr im Amt scharf an

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

FDP-Politiker Höne greift Kanzler Merz nach einem Jahr im Amt scharf an

Ein führender Vertreter der Freien Demokratischen Partei (FDP), Henning Höne, hat zum Jahrestag der schwarz-roten Koalition eine scharfe Attacke gegen Bundeskanzler Friedrich Merz gestartet. Der Landesvorsitzende der FDP Nordrhein-Westfalen warf dem Kanzler vor, seine marktwirtschaftlichen Versprechen nicht einzulösen und stattdessen eine Politik zu betreiben, die stärker an die der SPD angelehnt sei. Seine Kritik fällt in eine Phase, in der er sich auf seine Kandidatur für den bundesweiten Parteivorsitz Ende dieses Monats vorbereitet.

Höne ließ in seiner Bewertung von Merz’ erstem Amtsjahr keine Milde walten. Die Leistung des Kanzlers bezeichnete er als „außerordentlich schwach“ und forderte eine gründliche Selbstreflexion. Der FDP-Politiker behauptete zudem, die Zustimmungswerte der Koalition seien schneller gesunken als die der vorherigen Ampelregierung am Ende ihrer Amtszeit.

Besonders die geplante Gesundheitsreform geriet in seine Kritik. Höne argumentierte, die vorgesehenen Änderungen würden die Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen in die Höhe treiben. Er warnte, dass Verzögerungen und halbherzige Maßnahmen in anderen Reformbereichen die wirtschaftliche Lage verschärften – ein Bereich, den er als das „größte Problemfeld“ des Landes bezeichnete.

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Mit dem anstehenden FDP-Bundesparteitag Ende Mai wird Höne um den Parteivorsitz kämpfen. Sein Wahlkampf scheint darauf abzuzielen, der von ihm wahrgenommenen Abkehr der Regierung von liberalen Wirtschaftsprinzipien entgegenzutreten.

Hönes Äußerungen erhöhen den Druck auf Merz, während die Koalition mit wachsender Unzufriedenheit konfrontiert ist. Der interne Führungsstreit der FDP könnte die Spannungen in der Wirtschaftspolitik weiter zutage fördern. Sein Appell zu dringenden Reformen ebnet den Weg für eine hitzige Debatte auf dem bevorstehenden Parteitag.

Quelle