Feuerwehrgeschichte im Fokus: Münsters Institut der Feuerwehr NRW und seine NS-Vergangenheit
Henry SchmittFeuerwehrgeschichte im Fokus: Münsters Institut der Feuerwehr NRW und seine NS-Vergangenheit
Themenabend im Stadtarchiv Münster: Die Geschichte des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen
Am 30. Oktober widmet sich ein Themenabend im Stadtarchiv Münster der Geschichte des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW). Der Historiker Christopher Kirchberg beleuchtet dabei die Rolle der Einrichtung von 1930 bis 1980 – darunter auch ihre umstrittene Vergangenheit während der NS-Zeit. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich.
Das IdF NRW, seit 1930 in Münster ansässig, ist das zentrale Ausbildungszentrum für Führungskräfte der Feuerwehren in der Region. 1936 zog das Institut in einen Neubau am Inselbogen um – auf dem Gelände, auf dem heute das Südbad steht.
Kirchberg untersucht, wie sich die Feuerwehr in Zeiten politischer Umbrüche entwickelte, insbesondere das Verhältnis zwischen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren während der NS-Diktatur. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem ein historisches Foto der Provinzial-Feuerschutzschule aus dem Jahr 1936 veröffentlicht.
Beginn ist um 18 Uhr; die Veranstaltung wird für alle Interessierten, die nicht vor Ort sein können, live gestreamt. Anmeldungen sind per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 49 251 492-4701 möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-unser.de/archiv.
Der Abend bietet einen detaillierten Einblick in die Institutsgeschichte und verbindet die Entwicklung des Feuerwehrwesens mit gesellschaftlichen Veränderungen. Kirchbergs Forschung zeigt, wie politische Umwälzungen die Organisation prägten. Interessierte sollten sich vorab einen Platz sichern.






