Gefahrgutunfall im Paketzentrum: Großübung testet Notfallpläne in Mechernich-Kommern
Moritz KellerGefahrgutunfall im Paketzentrum: Großübung testet Notfallpläne in Mechernich-Kommern
Großübung im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern simuliert Gefahrgutunfall
Am Mittwoch wurde im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern eine Notfallübung durchgeführt, bei der ein Zwischenfall mit gefährlichen Stoffen simuliert wurde. Das Szenario umfasste ein ausgetretenes weißes Pulver sowie eine auslaufende Flüssigkeit aus einem beschädigten Paket. Vier Mitarbeiter waren betroffen: Eine Person verlor das Bewusstsein, drei weitere brachen aufgrund von Dämpfen zusammen.
Ausgangspunkt der Übung war ein Umschlag mit einem unbekannten weißen Pulver, der aufriss und seinen Inhalt freisetzte. Gleichzeitig trat aus einem Paket eine nicht identifizierte Flüssigkeit aus. Im Stützpunkt arbeiten täglich etwa 20 bis 25 Beschäftigte, die Post und Pakete für die Region sortieren.
Die Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten umgehend nach dem GAMS-Protokoll aus. Das ABC-Team – Spezialeinheiten aus Mechernich und Zülpich – betrat das Gebäude, um die Stoffe mit Auffangbehältern zu sichern. Zwei Verletzte wurden schnell in Sicherheit gebracht, während zwei weitere in der kontaminierten Zone blieben.
Rund 40 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen waren im Einsatz. Die Übung dauerte knapp zwei Stunden. Im Anschluss lobten Ausbilder und lokale Verantwortliche die Durchführung und hoben die gute Beteiligung der Mitarbeiter sowie der regionalen Führungskräfte hervor.
Die Freiwillige Feuerwehr Mechernich steht für weitere Informationen zur Übung zur Verfügung.
Die Übung diente der Erprobung der Notfallmaßnahmen bei Gefahrgutunfällen. Alle vier betroffenen Mitarbeiter wurden erfolgreich behandelt oder evakuiert. Die Organisatoren bestätigten, dass die Übung reibungslos verlief und die Ausbildungsziele erreicht wurden.
