Graham Linehan wirft BBC-Serie Doctors gezielte Diffamierung vor
Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft der BBC-Serie Doctors vor, eine transfeindliche Figur eingeführt zu haben, die von ihm inspiriert sei. Die fiktive Person, Dr. Graham Elton, ist ein geschiedener Mann Mitte fünfzig mit ausgesprochen transfeindlichen Ansichten. Linehan behauptet, die Darstellung sei ein gezielter Versuch, ihn zu dämonisieren.
Die BBC hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, und es gab seit dem Serienende 2024 keine rechtlichen Schritte.
Linehan, heute 57, steht wegen seiner öffentlichen Haltung zu Transgender-Themen in der Kritik. Sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde aufgrund der Kontroversen um seine Positionen abgesagt. Zwei Jahre zuvor hatte sich seine damalige Ehefrau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, von ihm scheiden lassen – mitten in den Auseinandersetzungen. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter.
In Doctors wird Dr. Graham Elton als aggressiv transfeindlich und von seiner Ex-Frau getrennt dargestellt. Ein Sprecher von BBC Studios betonte, die Figur sei rein fiktiv und basiere auf keiner realen Person. Die langjährige Arztserie, die in einem fiktiven Ort spielt, endete 2024 nach mehr als zwei Jahrzehnten auf dem Bildschirm.
Linehan äußerte seine Bedenken gegenüber der Figur erstmals Anfang 2026. Bis April 2026 haben jedoch weder die BBC noch eine juristische Instanz auf seine Vorwürfe reagiert.
Streitpunkt ist, ob der fiktive Dr. Graham Elton Linehans öffentliches Image widerspiegelt. Die BBC besteht darauf, dass die Figur keiner bestimmten Person nachempfunden ist. Da Doctors nicht mehr produziert wird, bleibt der Konflikt ungelöst – und es gab seither keine weiteren Stellungnahmen.






