22 March 2026, 18:08

Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte

Balkendiagramm, das die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle nach großem Ereignis oder Exposition von 2017 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte

Großübung in Gangelt: Deutschland, Niederlande und Belgien proben Katastropheneinsatz

Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien simulierten gemeinsam die Bewältigung eines schweren Unglücks mit gefährlichen Stoffen, zahlreichen Verletzten und komplexen Rettungsmaßnahmen.

Das Szenario begann mit einem Zusammenstoß zwischen einem Lkw, der giftige und ätzende Chemikalien transportierte, einem Reisebus und mehreren Pkw. Dutzende "Verletzte" mussten dringend gerettet und medizinisch versorgt werden. Über 30 Einsatzkräfte aus der Euregio beteiligten sich, wobei der Fokus auf der grenzüberschreitenden Koordination lag.

Niederländische Einheiten trafen in spezieller Schutzkleidung ein, um das auslaufende Material einzudämmen. Deutsche, belgische und niederländische Teams arbeiteten Hand in Hand, um Vermisste zu suchen, beschädigte Strukturen zu sichern und die Umgebung zu evakuieren. Zudem kamen Drohnen zum Einsatz, um das Unglücksgebiet aus der Luft zu erfassen.

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An der Übung nahmen zwölf internationale Rettungsorganisationen teil, darunter das Technische Hilfswerk (THW) aus Deutschland, niederländische USAR-Einheiten (Urban Search and Rescue) sowie belgische Feuerwehrleute. Ihre Aufgaben reichten von der Versorgung simulierter Verletzungen bis zur Koordination von Evakuierungen in einem fiktiven Erdbebenszenario. Die Kreisstraße 13 in Gangelt blieb für die Dauer der Übung gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben.

Die Organisatoren werteten die Übung als Erfolg und betonten die hervorragende Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Die Simulation zeigte, dass die Einsatzkräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden auch unter hohem Druck effektiv kooperieren können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftige Katastropheneinsätze in der Region weiter verbessern.

Quelle