Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach simuliertem Erdbeben
Henry SchmittGroßübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach simuliertem Erdbeben
Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großer Übung
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu prüfen. Im Mittelpunkt stand ein simuliertes Erdbeben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil der Region, das weitreichende Zerstörungen verursachte. Rund 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil, darunter Feuerwehrleute aus der Stadt Mechernich.
Das Szenario wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen entwickelt. Es basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, die das Kölner Bucht-Gebiet als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft.
Die Einsatzleitung des Kreises, die nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (FwDV 100) auf Führungsebene D agierte, koordinierte die Maßnahmen. Beteiligt waren Kräfte aller kommunalen Feuerwehren, wobei Schlüsselpositionen von Mitgliedern der Feuerwehr Mechernich besetzt wurden.
Während der Übung mussten die Einsatzkräfte schnelle Einsatzbereitschaft, Ressourcenverteilung und Kommunikation unter Druck bewältigen. Zudem arbeiteten sie mit mehreren Behörden zusammen, um logistische Herausforderungen wie die Evakuierung von Anwohnern und den Transport von Verletzten zu meistern.
Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Krisenmanagementstrukturen.
Die großangelegte Simulation prüfte die Fähigkeit des Kreises Euskirchen, ein verheerendes Erdbeben zu bewältigen. Die Einsatzleitung zeigte dabei abteilungsübergreifende Koordination und bewältigte zentrale Aufgaben wie Evakuierungen und medizinische Transporte. Die Verantwortlichen sehen in der Übung nun eine Grundlage für die Verbesserung der künftigen Katastrophenvorsorge.






