Interreligiöser Dialog in Aachen zieht überraschend viele Besucher an
Henry SchmittInterreligiöser Dialog in Aachen zieht überraschend viele Besucher an
Interreligiöser Dialog in Aachens Krönungssaal zieht große Zuschauerresonanz
Am Mittwochabend fand in der Krönungshalle Aachen ein interreligiöses Gespräch statt, veranstaltet von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen. Die Veranstaltung stieß auf deutlich größeres Interesse als erwartet – fast 300 Besucher folgten der Einladung, sodass die Organisatoren kurzfristig zusätzliche Sitzplätze einrichten mussten.
An der Diskussion beteiligten sich der Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx sowie der islamische Theologe Mouhanad Khorchide. Im Mittelpunkt stand das Verhältnis zwischen religiösen Werten und den liberaldemokratischen Grundsätzen Europas.
Alle drei Redner betonten die gemeinsamen Wurzeln ihrer Glaubensrichtungen. Goldschmidt verwies darauf, dass die abrahamitischen Religionen historisch demokratische Ideale gestützt hätten. Khorchide hob die gemeinsame Basis von Nächstenliebe und friedlichem Zusammenleben hervor.
Gleichzeitig wurde die wachsende Spaltung zwischen religiösen Gemeinschaften thematisiert. Kardinal Marx warnte davor, den Glauben als Instrument der Konfliktschürung zu missbrauchen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass dringend Dialog nötig sei, um die zunehmenden Gräben zu überbrücken.
Die Veranstaltung übertraf alle Erwartungen: Statt der geplanten 230 Gäste füllte sich der Saal bis auf den letzten Platz – fast 70 Besucher mehr als angenommen. Der Abend zeigte sowohl die Herausforderungen als auch das gemeinsame Engagement, das Verständnis zwischen den Religionen zu stärken.






