Islamischer Religionsunterricht in NRW stärkt Werte und schützt vor Online-Radikalisierung
Marie FuchsIslamischer Religionsunterricht in NRW stärkt Werte und schützt vor Online-Radikalisierung
Islamischer Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen zeigt klare Vorteile für Schüler
Nach aktuellen Erkenntnissen bringt der islamische Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen messbare Vorteile für Schüler mit sich. Das Fach, das seit über zehn Jahren als eigenständiges Unterrichtsfach angeboten wird, soll nun flächendeckend im Land ausgebaut werden. Bildungsministerin Dorothee Feller betont seine Bedeutung für die Vermittlung demokratischer Werte und als Gegengewicht zu schädlichen Online-Einflüssen.
Aktuell nehmen rund 32.000 Schüler in Nordrhein-Westfalen am islamischen Religionsunterricht teil. Das Programm wird an 247 der insgesamt 5.400 Schulen des Landes durchgeführt, wobei 332 qualifizierte Lehrkräfte die Stunden gestalten. Viele Schüler berichten, dass sie den Unterricht als alltagsrelevant empfinden und ihn sowohl motivierend als auch bereichernd finden.
Studien zeigen, dass eine längere Teilnahme am IRU zu einer höheren religiösen Bildung bei den Schülern führt. Ministerin Feller sieht darin einen Beleg für den Erfolg des Programms. Zudem hob sie hervor, wie der Unterricht dazu beiträgt, polarisierende oder falsche Inhalte in sozialen Medien zu entkräften – insbesondere auf Plattformen wie TikTok, wo ein hoher Konsum bestimmter religiöser Inhalte mit rückschrittlichen Überzeugungen in Verbindung gebracht wird.
Der Lehrplan fördert eine weltoffene Auslegung des Islams, die mit demokratischen Grundsätzen im Einklang steht. Feller argumentiert, dass ein Ausbau des IRU seine Rolle bei der Schaffung einer inklusiveren und pluralistischen Gesellschaft stärken würde.
Die Landesregierung steht nun vor der Aufgabe, den Zugang zum islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen auszuweiten. Angesichts der wachsenden Belege für seine positive Wirkung könnte das Fach künftig fester Bestandteil der Bildung vieler weiterer Schüler werden. Der Vorstoß für eine Ausweitung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Behörden sowohl die religiöse Bildung als auch die Herausforderungen durch digitale Fehlinformationen angehen wollen.






