25 April 2026, 22:09

Kiekert meldet vorläufige Insolvenz nach Streit mit chinesischem Eigentümer Lingyun

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Chinesischer Eigentümer möchte Kiekert behalten - Kiekert meldet vorläufige Insolvenz nach Streit mit chinesischem Eigentümer Lingyun

Kiekert, der weltweite Marktführer für Automobil-Verriegelungssysteme, hat vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Unternehmen, das weltweit 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, steht nach der Weigerung seines chinesischen Eigentümers Lingyun, weitere Finanzmittel bereitzustellen, unter massivem finanziellen Druck. Löhne und Gehälter sind jedoch bis November gesichert, und der Tagesbetrieb läuft vorerst wie gewohnt weiter.

Die Krise begann, als Lingyun – das Kiekert 2012 übernommen hatte – seine finanziellen Verpflichtungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro nicht erfüllte. Letzte Woche beantragte das Unternehmen die vorläufige Insolvenz, nachdem Lingyun sich geweigert hatte, zusätzliches Kapital einzuspritzen. Lingyun gab später an, von dem Schritt überrascht worden zu sein und habe erst durch Medienberichte von der Insolvenz erfahren.

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Kiekerts Vorstandsvorsitzender Jérôme Debreu wirft dem chinesischen Anteilseigner vor, den Zugang zu wichtigen Märkten und Finanzmitteln blockiert zu haben. Er argumentiert, dass eine Trennung von Lingyun dem Unternehmen ermöglichen würde, schneller zu wachsen und seine Position als zentraler Zulieferer der Automobilbranche zu festigen. Trotz der Turbulenzen betont Lingyun, das Unternehmen weiterhin halten und stabilisieren zu wollen.

Der Fokus liegt nun darauf, die Liquidität zu sichern, die Gläubiger zu schützen und das langfristige Überleben von Kiekert zu gewährleisten. Die Insolvenzverfahren sollen die finanziellen Probleme lösen, während die Produktion an allen Standorten reibungslos weiterläuft.

Die Zukunft von Kiekert hängt davon ab, die finanziellen Konflikte mit Lingyun beizulegen. Ziel des Insolvenzprozesses ist es, das Risiko eines Zusammenbruchs abzuwenden und Stabilität wiederherzustellen. Bis auf Weiteres arbeiten die Mitarbeiter weiter, und Zahlungen sind mindestens bis November garantiert.

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