16 March 2026, 10:07

Kölner Dom: Streit um geplante Eintrittsgelder für Besucher

Der Eingang zum Kölner Dom in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Ehemaliger Dom-Architekt kritisiert geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom - Kölner Dom: Streit um geplante Eintrittsgelder für Besucher

Pläne für Eintrittsgelder am Kölner Dom lösen Debatte aus

Der historische Kölner Dom, Wahrzeichen der Stadt, könnte bald nur noch gegen Bezahlung zugänglich sein. Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat scharfe Kritik an dem Vorhaben geäußert.

Die für den Kölner Dom zuständigen Stellen planen, noch in diesem Jahr ein Eintrittsgeld einzuführen. Die genaue Höhe steht zwar noch nicht fest, doch die Maßnahme soll zusätzliche Mittel für die Instandhaltung sichern. Schock-Werner, die die Restaurierung des Doms geleitet hatte, bezeichnete ihn als "unseren Dom" und betonte seine tiefe kulturelle Bedeutung für Köln.

Sie warnte, dass eine Eintrittsgebühr Besucher abschrecken könnte. Aus ihrer Sicht gefährdet die Gebühr den offenen und inklusiven Charakter des Bauwerks. Zwar erkannte sie den Bedarf an weiterer finanzieller Unterstützung an, doch ein Eintrittsgeld könnte ihrer Meinung nach die Bedeutung des Doms als gemeinsames Kulturerbe untergraben.

Die Reaktionen auf den Vorschlag fallen gespalten aus. Denkmalschutzverbände und Anwohner lehnen die Pläne ab und befürchten, dass der Zugang zu diesem zentralen Kulturdenkmal eingeschränkt wird. Gleichzeitig unterstützen einige der für die Erhaltung verantwortlichen Organisationen die Idee und verweisen auf dringende Sanierungsbedürfnisse und steigende Kosten.

Die Gebühr soll in der zweiten Jahreshälfte eingeführt werden. Sollte es dazu kommen, wäre dies ein grundlegender Wandel im Betrieb des Doms. Die Entscheidung wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Besucherzahlen und die öffentliche Wahrnehmung des Bauwerks haben.

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