Kölner Opernhaus-Sanierung kostet 1,5 Milliarden – statt 253 Millionen Euro
Henry SchmittKölner Opernhaus-Sanierung kostet 1,5 Milliarden – statt 253 Millionen Euro
Die Sanierung des Kölner Opernhauses und Schauspielhauses hat massive Rückschläge erlebt – die Kosten sind weit über die ursprünglichen Schätzungen hinaus explodiert. Das Projekt, das ursprünglich mit 253 Millionen Euro veranschlagt wurde, beläuft sich nun auf 1,5 Milliarden Euro, bedingt durch Planungsfehler und unerwartete Abrissarbeiten. Stadtobere, darunter Oberbürgermeisterin Henriette Reker, haben die Leitung der problembehafteten Umbaumaßnahmen übernommen.
Die finanziellen Probleme des Vorhabens resultieren aus wiederholten Planungsmängeln sowie der Notwendigkeit, Teile der bestehenden Bausubstanz abreißen zu müssen. Neben den steigenden Baukosten schlagen zudem Finanzierungskosten und die Anmietung von Interims-Spielstätten für die Dauer der Arbeiten zu Buche.
Die Bauarbeiten sollen zwar bis Ende 2025 abgeschlossen sein, doch die Wiedereröffnung der Häuser ist erst für den 24. September 2026 vorgesehen. Zuvor müssen Bühnenmitarbeiter noch abschließende Abnahmen und Inbetriebnahmeverfahren durchführen. Die Stadt hat zudem nach sechs Monaten erstmals wieder eine Baustellenbegehung organisiert, die Einblicke in den Fortschritt der Arbeiten bietet.
Federführend bei den Sanierungsarbeiten ist ein Team, zu dem auch der Intendant von Oper und Schauspielhaus gehört. Oberbürgermeisterin Reker bleibt eng eingebunden, während das Projekt trotz der explodierenden Kosten auf die Zielgerade geht.
Nach Abschluss der Arbeiten sollen das renovierte Opernhaus und das Schauspielhaus Ende 2026 wieder für das Publikum öffnen. Die endgültigen Kosten von 1,5 Milliarden Euro stellen eine dramatische Steigerung gegenüber der ursprünglichen Planung dar. Nun liegt der Fokus der Verantwortlichen darauf, sicherzustellen, dass die Spielstätten vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs sowohl technische als auch künstlerische Standards erfüllen.
