Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Moritz KellerKölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das System löst die ältere CHEOPS-Infrastruktur ab und bietet fortschrittliche Möglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung. Sein Design legt besonderen Wert auf Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
RAMSES besteht aus 174 Servern des Herstellers NEC, ausgestattet mit Hardware von Kaytus. Dazu gehören 140 wassergekühlte Knoten, die speziell für rechenintensive Anwendungen wie Gromacs und NWChem optimiert sind. Zudem umfasst der Cluster zehn KI-optimierte Rechenknoten, jeder mit AMD-Prozessoren und vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren.
Weitere Server ergänzen das System um 32 Nvidia-A30-GPUs, zwei AMD-Instinct-Karten und zwei NEC-Vector-Engines. Insgesamt stehen 31.576 CPU-Kerne, 167 Terabyte Arbeitsspeicher und eine Spitzenleistung von 4,8 PetaFLOPS zur Verfügung. Durch verbesserte Energieeffizienz lassen sich die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent senken.
Sicherheit hat höchste Priorität: Sämtliche Verarbeitungsstufen sind vollständig verschlüsselt, der Zugriff erfolgt über Mehr-Faktor-Authentifizierung. Zudem soll die Abwärme des Clusters genutzt werden, um ein neu geplantes Gebäude zu beheizen.
RAMSES unterstützt vielfältige Forschungsprojekte – von der Genomrekonstruktion und Krebsgenetik bis hin zu Simulationen von Quantenprozessoren. Der neue Hochleistungsrechner steigert die Rechenkapazitäten der Universität deutlich. Sein energieeffizientes Design und die Wiederverwertung der Abwärme entsprechen modernen Nachhaltigkeitszielen. Forscher können damit komplexe wissenschaftliche Aufgaben bewältigen, die mit der alten Infrastruktur bisher nicht möglich waren.






