Kommunalwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen deutliche Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Marie FuchsKommunalwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen deutliche Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Die jüngsten Kommunalwahlen im Rhein-Kreis Neuss haben deutliche Veränderungen in der lokalen Führungsebene gebracht. In Jüchen und Dormagen wählten die Bürger neue Bürgermeister, während Katharina Reinhold im Stichwahlkampf um das Amt der Landrätin einen klaren Sieg errang.
Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2020 – ein Zeichen für das gestiegene öffentliche Interesse an den diesjährigen Wahlen.
In Jüchen setzte sich der parteilose Kandidat Philipp Sieben mit 57,79 Prozent der Stimmen in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt durch. Unterstützt von der SPD, besiegte er Amtsinhaber Harald Zillikens (CDU), der auf 42,21 Prozent kam.
Auch in Dormagen gibt es einen Wechsel an der Spitze: Erik Lierenfeld (SPD) gewann die Wahl mit 64,6 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin Anissa Saysay (CDU) erreichte 35,4 Prozent.
Im Rennen um das Amt der Landrätin setzte sich Katharina Reinhold (CDU) mit 62,76 Prozent der Stimmen durch. Ihr Kontrahent Hakan Temel (SPD) kam auf 37,24 Prozent. Der aktuelle Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wird sein Amt am 31. Oktober 2025 abgeben und damit seine Amtszeit beenden.
In der gesamten Region stieg die Wahlbeteiligung. Bei der Stichwahl für den Kreistag lag sie bei 34,17 Prozent – ein Plus gegenüber 2020. Die Gesamtbeteiligung an den Kommunalwahlen erreichte 57,41 Prozent und überstieg damit ebenfalls den Wert der vorherigen Wahlperiode.
Die Ergebnisse bestätigen einen Wandel in der lokalen Politik: Jüchen und Dormagen bekommen neue Bürgermeister, und Katharina Reinhold wird ab kommendem Jahr als Landrätin die Geschicke des Rhein-Kreises Neuss lenken, nachdem Petrauschke ausscheidet. Die höhere Wahlbeteiligung deutet auf ein wachsendes Interesse der Bürger an kommunalen Entscheidungsprozessen hin.






