Landwirt mit Querschnittslähmung erntet seit 15 Jahren gegen alle Widerstände
Amelie KleinLandwirt mit Querschnittslähmung erntet seit 15 Jahren gegen alle Widerstände
Martin Kraemer aus Neunkirchen-Seelscheid trotzt seit 15 Jahren seiner Querschnittslähmung – und erntet weiter
Der Landwirt und Lohnunternehmer Martin Kraemer aus Neunkirchen-Seelscheid beweist, dass man selbst nach einem Schicksalsschlag nicht aufgeben muss. Trotz einer seit 15 Jahren bestehenden Querschnittslähmung führt er seinen Betrieb weiter und ist entschlossen, in diesem Jahr die Maisernte wie geplant abzuschließen. Seine Geschichte wurde kürzlich in der WDR-Sendung Lokalzeit LandSchafft vorgestellt und ist nun auf YouTube verfügbar.
Vor 15 Jahren veränderte ein Verkehrsunfall Kraemers Leben von Grund auf: Er erlitt eine Querschnittslähmung. Doch statt seinen Beruf aufzugeben, passte er sich an. Als Lohnunternehmer im Rhein-Sieg-Kreis ließ er sich nicht von seinem Rollstuhl davon abhalten, weiterhin auf dem Feld zu arbeiten.
Um die Ernte fortsetzen zu können, investierte Kraemer 20.000 Euro in einen speziell angefertigten Kran. Mit diesem Hilfsmittel hebt er sich selbst in den Fahrersitz seines Häckslers und kann die Maschine eigenständig bedienen. Da die Maisernte kurz vor dem Abschluss steht, verbrachte er kürzlich 16 Stunden am Stück in der Maschine – durchgehende Arbeit, um die Frist einzuhalten.
Kraemers Beharrlichkeit hat seinen Betrieb trotz seiner Behinderung am Laufen gehalten. Der spezielle Kran und sein unermüdlicher Arbeitseinsatz ermöglichen es ihm, weiterhin aktiv im Feld zu sein. Seine Geschichte, die nun im WDR zu sehen ist, zeigt, wie Entschlossenheit und Anpassungsfähigkeit selbst die größten Herausforderungen überwinden können.






