30 March 2026, 22:09

Landwirte fürchten "Gülle-Silvester" 2026: Wetter und Düngeverbote sorgen für Unruhe

Titelblatt eines alten Buches namens "Journal d'Agriculture Pratique" mit einer Illustration eines Bauernhofs.

Landwirte fürchten "Gülle-Silvester" 2026: Wetter und Düngeverbote sorgen für Unruhe

Eine aktuelle Umfrage hat die größten Sorgen deutscher Landwirte vor dem "Gülle-Silvester" 2026 offenbart – dem letzten Tag, bevor die Düngeverbote in Kraft treten. Über 1.400 Landwirte nannten ihre Bedenken, wobei Wetterbedingungen und regulatorische Änderungen ganz oben auf der Liste stehen.

Die nicht repräsentative Umfrage, die auf agrarheute von mehr als 22.000 Nutzern eingesehen wurde, lief vom 28. Februar bis zum 3. März 2026. Die größte Angst der Landwirte gilt anhaltendem Schnee und Frost im Februar 2026, die das Ausbringen von Gülle verhindern könnten. 38 Prozent der Befragten sahen darin eine zentrale Herausforderung. Weitere 8 Prozent äußerten Sorgen über Geruchsbeschwerden oder mögliche rechtliche Konsequenzen während der Ausbringungsphase.

Neben dem Wetter bereiten 35 Prozent der Befragten mögliche Verschärfungen der Düngeverordnung Kopfzerbrechen. Die aktuellen Regelungen sehen bereits ein viermonatiges Verbot für das Ausbringen von Düngemitteln vor, dazu kommen strengere Auflagen in ausgewiesenen "roten" und "gelben" Zonen. Allerdings gibt es keine aktualisierten Daten dazu, wie sich diese Zonen seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2023 ausgeweitet haben.

Dr. Horst Gömann von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK NRW) betonte, dass Güllegeruch zwar unangenehm sei, in normalen Mengen jedoch keine Gesundheitsrisiken berge. Die Landwirte wiesen zudem darauf hin, dass Gülle nicht nur Stickstoff und Phosphor, sondern auch wichtige Nährstoffe wie Kalium und Magnesium enthalte – und damit wertvoll für die Bodenfruchtbarkeit sei.

Die Umfrageergebnisse zeigen, mit welchen praktischen und regulatorischen Hürden Landwirte vor der Düngesaison 2026 konfrontiert sind. Während Wetter und Gesetzesänderungen im Mittelpunkt stehen, beobachten viele gespannt, wie sich die Bedingungen in den kommenden Wochen entwickeln. Die fehlenden aktualisierten Informationen zu den "roten Zonen" erhöhen die Planungsunsicherheit zusätzlich.

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