LANUV bittet um Fotos von Wolfslosung – so können Bürger die Forschung unterstützen
Moritz KellerStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - LANUV bittet um Fotos von Wolfslosung – so können Bürger die Forschung unterstützen
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfsbeobachtung. Die Behörde sammelt Fotos von Wolfslosung, um die Ausbreitung der Tiere in der Region zu erforschen. Dazu hat das LANUV nun Leitlinien veröffentlicht, die dabei helfen sollen, Wolfskot korrekt zu identifizieren.
Wolfslosung ist leicht zu erkennen, wenn man die typischen Merkmale kennt: Sie ist mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter dick. Oft sind darin Haare, Knochenstücke oder andere Überreste von Beutetieren zu sehen. Wölfe hinterlassen ihren Kot gezielt an gut sichtbaren Stellen – etwa auf erhöhter Erde, in der Vegetation oder auf von Menschen angelegten Wegen.
Das LANUV ruft Wanderer, Jäger und alle, die sich viel in der Natur aufhalten, dazu auf, Fotos von verdächtigem Kot über das "Wolfsportal" der Behörde hochzuladen. Werden die Aufnahmen von Fachleuten als Wolfslosung bestätigt, holt ein Mitarbeiter eine Probe für eine DNA-Analyse ab.
Mithilfe des genetischen Tests lässt sich klären, ob der Kot von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Tier stammt. Ähnliche Untersuchungen werden auch an Speichelresten durchgeführt, die an Tieren gefunden werden, die vermutlich von Wölfen gerissen wurden. So können Forscher die Bewegungen und Reviere der Wolfsrudel in der Region nachvollziehen.
Die gesammelten Daten geben Aufschluss über den Bestand und die Verbreitung der Wölfe in NRW. Durch die Identifizierung einzelner Tiere und ihrer Territorien kann das LANUV ihre Ausbreitung besser überwachen. Die Unterstützung der Bevölkerung ist dabei ein entscheidender Baustein.






