LVM Versicherung war Homeoffice-Pionier – schon 1995 begann der Wandel
Moritz KellerLVM Versicherung war Homeoffice-Pionier – schon 1995 begann der Wandel
LVM Versicherung führte Homeoffice ein – lange bevor es zum Standard wurde. Schon 1995 startete das Unternehmen ein Pilotprojekt, um Platzmangel in der Zentrale am Kolde-Ring in Münster zu begegnen. Was als Test begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem festen Bestandteil der Arbeitskultur – heute nutzen mehr als 2.500 Mitarbeiter das Modell.
Die Idee nahm Gestalt an, als 35 Beschäftigte ihre Arbeitszeit zwischen Büro und Homeoffice aufteilten. Technische Hürden, vor allem bei den Telefonverbindungen, machten die Anfangsphase schwierig. Dennoch meldeten sich noch vor Ende der Testphase über 100 Mitarbeiter für das Angebot – ein klares Zeichen für das Interesse.
Kritik gab es anfangs selbst von Gewerkschaftsseite. Doch die LVM trieb das Vorhaben voran und entwickelte Mitte der 1990er-Jahre ein eigenes sicheres System: das LVM-Agentur-System (LAS). Es ermöglichte den dezentralen Zugriff auf Daten und machte mobiles Arbeiten erst praktisch umsetzbar.
Heute ist flexibles Arbeiten bei der LVM selbstverständlich. Je nach Tätigkeit gelten unterschiedliche Regelungen, und Beschäftigte können sogar bis zu zwei Wochen pro Jahr aus dem Ausland arbeiten. Die Umstellung spart Kosten, Energie und reduziert den Flächenbedarf im Büro.
Was als Lösung für ein Platzproblem begann, hat die Arbeitsweise der LVM grundlegend verändert. Dass das Unternehmen das Homeoffice so früh einführte, machte es zum Vorreiter – lange bevor die Praxis flächendeckend Verbreitung fand. Heute verlassen sich Tausende Mitarbeiter auf dieses Modell – ein Beweis für seinen langfristigen Erfolg.
