Mega-Razzia des Zolls: 70 Beamte durchsuchen Gaststätten und Shisha-Bars im Ruhrgebiet
Henry SchmittMega-Razzia des Zolls: 70 Beamte durchsuchen Gaststätten und Shisha-Bars im Ruhrgebiet
Großrazzia des Duisburger Zollamts in Duisburg, Oberhausen und Essen
Am 6. Dezember 2024 führte das Zollamt Duisburg eine großangelegte Kontrollaktion in Duisburg, Oberhausen und Essen durch. Mehr als 70 Zollbeamte arbeiteten dabei mit örtlichen Polizeikräften und kommunalen Mitarbeitern zusammen, um Betriebe zu überprüfen, die im Verdacht standen, gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen. Im Fokus standen Gaststätten, Kioske, Shisha-Bars und Cafés.
Die Aktion umfasste umfassende Kontrollen zur Einhaltung von Steuer-, Arbeits- und Gewerberecht. In einem Café im Stadtteil Marxloh entdeckten die Beamten eine Spielkonsole, die illegal zu kommerziellen Zwecken genutzt wurde, und beschlagnahmten diese. In einem weiteren Lokal in Mittelmeiderich wurde ein Glücksspielautomat mit nicht zugelassener Software sichergestellt.
Die Behörden stießen auf fast 80 Fälle, die aufgrund widersprüchlicher oder verdächtiger Angaben einer vertieften Prüfung bedürfen. Erstmals unterstützten auch Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) die Aktion, was deren Reichweite erweiterte. Zudem zielte das Zollteam darauf ab, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufzudecken.
Die Razzia knüpft an frühere Erfolge des Duisburger Zollamts an. Allein 2023 führten dessen Ermittlungen zu rund 5.900 Fällen mit finanziellen Schäden in Höhe von etwa 9 Millionen Euro. Gerichte verhängten in der Folge Bußgelder von über 1 Million Euro und verurteilten Beschuldigte zu Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren.
