17 March 2026, 02:06

Michael Brand wird dauerhafter Antiziganismus-Beauftragter der Bundesregierung

Schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die "Es gibt keinen Platz in Amerika für Hass" lautet und Präsident Joe Biden zugeschrieben wird.

Michael Brand wird dauerhafter Antiziganismus-Beauftragter der Bundesregierung

Michael Brand hat nun dauerhaft das Amt des Antiziganismus-Beauftragten der Bundesregierung übernommen. Seine Ernennung erfolgte nach massivem öffentlichen Druck, die wachsende Diskriminierung gegen Sinti und Roma zu bekämpfen. Die Position gewinnt durch seine zusätzliche Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär deutlich an Gewicht.

Brands Arbeit knüpft an die lange Geschichte von Gewalt und Vorurteilen an, denen Sinti und Roma ausgesetzt sind. Er setzt sich für eine unabhängige Kommission ein, die sowohl historische als auch aktuelle Diskriminierung aufarbeiten soll. Gleichzeitig fördert er über die Bund-Länder-Kommission gegen Antiziganismus die Bildungsmöglichkeiten – derzeit erreichen nur 15 Prozent der Sinti und Roma die Abitur, während der bundesweite Durchschnitt bei 40 Prozent liegt.

Allein im vergangenen Jahr stiegen die beim MIA-Meldestelle registrierten antiziganistischen Vorfälle um 30 Prozent an. Dieser Anstieg spiegelt eine breitere Zunahme von Hass gegen Minderheiten wider. Brand schlägt zudem einen Staatsvertrag zwischen der Regierung und Sinti- und Roma-Organisationen vor, um eine bessere Vertretung und Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Um strukturelle Probleme anzugehen, unterstützt er Schulungsprogramme für die Polizei, die Fehlverhalten reduzieren sollen. Durch seine Doppelfunktion ist die Stelle des Beauftragten vor Haushaltskürzungen geschützt und gewinnt an Einfluss. Brand betont, dass der Schutz von Minderheiten eine gemeinsame Verantwortung sei – besonders angesichts des erstarkten Rechtsextremismus.

Zu seinen Plänen gehören, Vorfälle sichtbarer zu machen, Opfer zu unterstützen und als öffentlicher Fürsprecher für die Rechte von Sinti und Roma aufzutreten.

Brands Ansatz setzt auf konkrete Maßnahmen: Bildung, rechtlicher Schutz und eine stärkere Überwachung. Der Anstieg der gemeldeten Vorfälle unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger Gegenmaßnahmen. Seine feste Anstellung signalisiert ein langfristiges Engagement im Kampf gegen Antiziganismus in Deutschland.

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