Münsters Integrationsprojekt bringt Geflüchtete und Ansässige erfolgreich zusammen
Marie FuchsMünsters Integrationsprojekt bringt Geflüchtete und Ansässige erfolgreich zusammen
Modellprojekt in Münster verzeichnet starke Fortschritte in den ersten zehn Monaten
In den ersten zehn Monaten hat ein Modellprojekt in Münster beachtliche Erfolge erzielt: Über 600 Menschen haben an Initiativen teilgenommen, die Geflüchteten den Einstieg in die deutsche Gesellschaft erleichtern sollen. Das Programm verbindet Sprachförderung, kulturelle Bildung und gemeinschaftliche Aktivitäten, um die Vernetzung zwischen Ansässigen und Neuankömmlingen zu stärken.
Das „Modellprojekt für Integration“ startete im Oktober 2024 und vereint mehr als zehn große Institutionen. Unter der Leitung der Bezirksregierung Münster arbeitet das Bündnis in der Landesaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der Stadt. Ziel ist es, Sprachbarrieren abzubauen und durch praxisnahe Angebote deutsche Werte, demokratische Grundsätze und soziale Normen zu vermitteln.
Ein zentraler Baustein war eine Veranstaltung der Münsterschen Polizei, bei der Geflüchtete mit dem deutschen Rechtssystem vertraut gemacht wurden. Beamte trafen sich mit Teilnehmenden, um Vertrauen aufzubauen und Regeln zu erläutern – für eine bessere Verständigung zwischen Gemeinschaften und Behörden. Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf bestätigte, dass sämtliche zugesagten Maßnahmen der Partnerorganisationen mittlerweile umgesetzt sind.
Erst vergangene Woche veranstaltete das Projekt eine Reihe von Angeboten, darunter eine Möbelwerkstatt und ein Fußballturnier. In der vom Gremmendorfer Zentrumsrat organisierten Werkstatt arbeiteten Bewohner:innen der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) und lokale Ehrenamtliche Hand in Hand, um Sitzgelegenheiten für das Viertel zu bauen. Am Samstag, den 30. August 2025, richteten der SC Gremmendorf und der Projektpartner SC Preußen Münster anschließend ein Fußballturnier aus, bei dem ein Team namens „ZUE Allstars“ antrat. Die Veranstaltung bot erneut Gelegenheit für Begegnung und Teamgeist.
Bezirkspräsident Andreas Bothe hob die frühen Erfolge des Projekts hervor: Bereits über 600 Personen hätten an den Programmen teilgenommen. Durch Workshops, Sport und den Austausch mit der Polizei schaffe das Bündnis weiterhin Möglichkeiten, damit Geflüchtete in ihrer neuen Umgebung ankommen. Die Initiativen laufen weiter – weitere Aktivitäten zur Stärkung der Integrationsbemühungen sind geplant.






